Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?6486
  • 27. Februar 2007 8 2 Min.

Washington (queer.de) - Der Kongress, in dem seit Anfang des Jahres die Demokraten die Mehrheit haben, wird dieses Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit zwei Gesetze zum Schutz Schwuler und Lesben beschließen. Das meldet die Nachrichtenagentur AP. Dabei handelt es sich um ein Gesetz, das "hate crimes" (Hassdelikte) gegen Homosexuelle schwerer bestraft als "normale" Verbrechen. Bislang haben 23 der 50 Bundesstaaten derlei Gesetze für das Merkmal "sexuelle Ausrichtung". Nach Angaben des FBI sind 14 Prozent der über 7.000 Hassdelikte aus dem Jahr 2005 gegen Schwule und Lesben gerichtet. Zum zweiten soll ein Bundesgesetz die Diskriminierung Schwuler und Lesben am Arbeitsplatz verhindern. 17 Staaten haben das bereits regional geregelt. Außerdem verbieten 85 Prozent der 500 größten US-Firmen Diskriminierung aufgrund von sexueller Ausrichtung. Selbst Gegner von Homo-Rechten rechnen damit, dass diese Initiativen beide Häuser des Kongresses passieren werden: "Mit den Linken an der Macht gibt es wohl kein Zurück mehr", so Matt Barber von der christlich-konservativen Lobbygruppe "Concerned Women for America". "Allerdings sind beide Vorhaben gefährlich für die Gewissens-, Religions- und Redefreiheit." Freude herrscht dagegen bei den Homo-Gruppen: "Das ist ein großer Schritt in unserem Kampf", so Joe Solomonese von der "Human Rights Campaign". "Ich weiß, das verursacht sicher Verzweiflung bei unseren Gegnern." Unsicher ist allerdings noch, ob Präsident George W. Bush die Gesetze unterschreiben wird. Bei einem Veto wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit in beiden Kammern nötig. Hierzulande schützt das Gleichbehandlungsgesetz seit wenigen Monaten Schwule und Lesben vor Diskriminierung; Hassdelikte kennt das deutsche Recht allerdings nicht. (dk)

-w-

#1 SaschaAnonym
  • 27.02.2007, 14:50h
  • Ja, es ist doch bezeichnend und erschreckend zugleich, dass wir hierzulande in Sachen gesellschaftspolitischen Realitätsverlusts sogar noch hinter die USA zurückfallen.

    Dort gibt es in einigen Bundesstaaten (z.B. Kalifornien) aber in der Tat sehr fortschrittliche Maßnahmen in der schulischen Sexualerziehung, dem Kampf gegen Homophobie und beim Diskriminierungsschutz. Die neue Sprecherin des Repräsentantehauses, Nancy Pelosi, von den (kalifornischen) Demokraten, kann in diesem Zusammenhang sicher auch auf Bundesebene einiges beitragen.
  • Direktlink »
#2 joshAnonym
  • 27.02.2007, 15:01h
  • @sascha;
    um mal einen vergleich zu machen, die usa scheinen an einigen stellen sich wie ne wüste zu verhalten, an anderen blühende landschaften.
    wir haben bei uns keine wüste, dafür die konsequente versteppung.
    nur steppe führt irgendwann auch zur wüste.
  • Direktlink »
#3 hwAnonym
  • 27.02.2007, 15:02h
  • ..ja hab ich auch schon gehört:

    die berühmteste Comedy-Sendung der USA Saturday Night Live sendete gleich nach dem Wahlsieg Pelosis eine Szene, in der diese in ihr neues Büro samt Personal einzieht. Ihr Assistent (Pelosi ist die erste Frau, die dem Repräsentantenhaus jemals vorstand) ist als ein in schwarzem Leder gekleideter Sadist dargestellt, der seinen "Sklaven" hinter sich herzieht. Der Sklave hält einen Aschenbecher im Mund.
    Pelosi: Wer ist das, dein Kumpel?
    Assisstent: Das ist mein Sklave. Er heißt Dreck und ist ein menschlicher Aschenbecher.
    Pelosi: Hier wird aber nicht geraucht.
    Assistent: Das ist aber nur Gras.
    Pelosi: Ach so, dann ist es ja gut.
  • Direktlink »