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- 01. März 2007 1 Min.
Wiesbaden (queer.de) - Ein Mann aus Frankfurt/Main ist von der katholischen Kirche geoutet und daraufhin in seiner ehemaligen Heimatgemeinde wie ein Aussätziger behandelt worden. Das ist eines der Ergebnisse eines Berichtes, den der hessische Datenschutzbeauftragte Michael Ronellenfitsch gestern vorgestellt hat. Wie die dpa berichtet, hat das zuständige Amtsgericht beim Kirchenaustritt des Mannes die Kirche über den Familienstand (Eingetragene Partnerschaft) informiert. Familie und Freunde aus der ehemaligen Heimatgemeinde hätten daraufhin mit ihm gebrochen. Ronellenfitsch sagte, die Information über die Homo-Ehe hätte nicht an die Kirche weitergegeben werden dürfen, da nur Hetero-Ehen Auswirkung auf die Kirchensteuer hätten. Schuld daran sei ein Formular zur Kirchenaustrittserklärung gewesen. Der Betroffene klagte ohne Erfolg beim Oberlandesgericht auf Schadensersatz. Beim Landesdatenschutzbeauftragten gingen vergangenes Jahr mehr als 2.000 schriftliche Beschwerden ein. (dk)













