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- 06. März 2007 1 Min.
Salt Lake City (queer.de) - Das Parlament von Utah hat es abgelehnt, ein Gesetz zu streichen, das außerehelichen Sex zu einer Straftat erklärt. Das Gesetz darf ohnehin nicht angwandt werden, da der Oberste Bundesgerichtshof 2003 alle so genannten "Sodomy Laws" für verfassungswidrig erklärt hat. Der Antrag auf Aufhebung des überflüssigen Gesetzes, der vom einzig offen schwulen Senator Scott McCoy (Demokraten) eingereicht wurde, ist im Plenum nicht behandelt worden. Die republikanische Mehrheit lehnte eine Debatte darüber ab. Obwohl das Gesetz ungültig ist, müsse es so schnell wie möglich entfernt werden, argumentiert McCoy: "Es bleibt ein Stigma hängen, für das einzig der Staat Utah verantwortlich ist." Die große Mehrheit der Abgeordneten in Utah gehören der christlichen Sekte der Mormonen an, die Homosexualität als Sünde interpretiert. Es ist in den USA nicht außergewöhnlich, dass regionale Gesetze ungültig sind, aber trotzdem weiter in den Gesetzesbüchern stehen: So gab es in South Carolina bis 1999 ein Gesetz, das interrassische Ehen verboten hatte. Diese Regelung hatte aber schon seit 1967 gegen Bundesrecht verstoßen. (dk)















Z.B. gibt es in der Landesverfassung von Hessen noch die Todesstrafe.