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- 09. März 2007 2 Min.
Mit "Frauen regier'n die Welt" hat der 36-Jährige die deutsche Grand-Prix-Vorentscheidung verdient gewonnen.
Von Dennis Klein
Nach einer rasanten 90-Minuten-Show steht der deutsche Beitrag zum Grand Prix fest: Roger Cicero hat sich am Weltfrauentag mit dem Swing-Song "Frauen regier'n die Welt" gegen Altrocker Heinz-Rudolf Kunze und die Retortenband Monrose durchgesetzt. Die Kamera hatte nach der Verkündung der Sieger durch Alice und Ellen Kessler Mühe, dem enthusiastischen Cicero zu folgen. Die Monrose-Mädels dagegen hatten sichtlich Probleme, ihr aufgesetztes Lächeln aufrechtzuerhalten, wurden sie doch von vielen zu den Favoriten erklärt.
Wie "Spiegel.de" berichtet, hatten sich für Heinz-Rudolf Kunze nur zehn Prozent der Zuschauer entschieden, Monrose erreichte rund 20 Prozent, zwei Drittel stimmten aber für Cicero. Der NDR hat nur offiziell bekannt gegeben, dass sich rund 900.000 Menschen an der Abstimmung beteiligt haben, davon 164.000 per SMS. Die Einschaltquote war nicht gerade berauschend, aber auch kein Reinfall: 4,6 Millionen Menschen verfolgten die Show zur Hauptsendezeit (Marktanteil 14,3 Prozent), in der Spitze waren es sogar 5,98 Millionen.
Ciceros Song war klar der beste: Mit lockerem Swing absolvierte der 36-Jährige einen professionellen Auftritt, ohne dabei gestelzt zu wirken. Kunze erschien dagegen wie ein Relikt vergangener Zeiten, Monrose dudelte ihr Casting-Einerlei herunter.
Ein Lichtblick der Sendung war, dass die Kandidaten Lieder der vorherigen Grand-Prix-Sänger votragen mussten. Cicero hatte sich für "Zwei kleine Italiener" von Conny Froboess entschieden, Heinz Rudolf Kunze für "Merci Chérie" von Udo Jürgens und die Monrose für "Wunder gibt es immer wieder" von Katja Ebstein.
Ansonsten waren wieder die üblichen Verdächtigen anzutreffen: So bewies "Lindenstraße"-Doktor Georg Uecker wieder mal seine Liebe zum Grand Prix und plauderte mit Moderator Thomas Hermanns über Dies und Das. Unter anderem gab er Einsichten über den Gitte-Song "Junger Tag". Erst später habe er nämlich erfahren, dass die Textzeile seiner Lieblingssängerin "Dreh dich um und zeig dein Gesicht" auch anders gedeutet werden kann.
Für die ARD war die Sendung überraschend locker und unterhaltsam. Fragt sich, ob die Intendanten das genau so sehen.
In Helsinki entscheidet sich nun, ob Frauen die Welt regieren, wie Roger Cicero findet, oder doch eher eine Drag Queen für Dänemark den Eurovision gewinnt. Das Finale findet am 12. Mai statt. Das Erste wird die Sendung ab 21 Uhr wieder live übertragen.
Wer den Vorentscheid noch einmal anschauen möchte: Der NDR bietet auf seiner Website einen Stream für die gesamte Sendung an.
9. März 2007














