https://queer.de/?6556
- 12. März 2007 1 Min.
Washington (queer.de) - Ein städtisches Berufungsgericht in Washington hat ein Gesetz gekippt, das ein Verbot von Handfeuerwaffen in den eigenen vier Wänden beinhaltete. Einer der Kläger war ein schwuler Mann.
Seit 1976 gibt es in Washington restriktive Regelungen, die das Tragen der Schusswaffen außerhalb der eigenen Wohnung generell verbietet und eine Registrierung vorsah. Gegen das drei Jahrzehnte alte Gesetz hatten insgesamt sechs Männer geklagt. Sie hätten somit keine ausreichende Möglichkeit der Selbstverteidigung, gaben sie an. Der schwule Kläger meinte, er könne sich bei einem gezielten Angriff gegen Homosexuelle nur mit einer Schusswaffe verteidigen.
Das Gericht folgte nun der 2003 eingereichten Klage und betonte, dass der Besitz von Waffen ein Recht sei, das durch die Verfassung geschützt werde. Wenn das Urteil rechtskräftig wird, kann sich wieder jeder ohne Registrierung eine Waffe für daheim anschaffen. Der Gebrauch außerhalb der Wohnung bleibt allerdings weiterhin verboten. Die Stadt Washington will in die Berufung gehen. Sie befürchtet nun einen Anstieg der Kriminalität. (cw)












