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Kommentare zu:
Polen: Homo-"Propaganda" verbieten


#11 Thomas TextorAnonym
  • 14.03.2007, 18:37h
  • nicht nur hier im Forum schimpfen! ich würde auch Briefe bzw. e-mails an die Bundestagsabgeordneten Eures Wahlreises (
    www.bundestag.de)
    und an Eure Europaabgeordneten schicken. Gut, da werden vielleicht auch einige von Euch sagen "das bringt doch auch nichts", aber wenn die einen ganzen Haufen e-mails in der Sache kriegen, dann müssen sie sich zumindest damit beschäftigen, dann merken die, wie ernst die Sache ist, und entwickeln eine Sensibilität für das Thema. Also: nicht nur inter-schwul schimpfen, sondern nach außen und an die Politiker (nd natürlich auch Politikerinnen) herantreten!
    Thomas
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#12 SebiAnonym
  • 14.03.2007, 19:46h
  • @Lisa
    Ich würde so jemanden auch eher als "Unbildungsminister" oder als "Verdummungsminister" bezeichnen.
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#13 hwAnonym
  • 15.03.2007, 12:29h
  • zu textor

    ..ja und das ganze läßt sich noch schön ausbauen, in dem man offiziellen oder offiziösen polnischen stellen das ganze zur kenntnisnahme schickt.

    das geht natürlich auch mit dem brief an den abgeordneten.
    dort empfehlen sich für die kenntnisnahmeliste natürlich vereine, verbände etc., von denen man glaubt der liebe abgeordnete lege wert auf deren wahrnehmung bezüglich seiner "tätigkeit".
    mit ein bißchen phantasie läßt sich sowas hübsch pushen, halt nicht übertreiben. immer hübsch regional bezogen und authentisch.....wenn die empfänger das gefühl haben: es könnte so gewesen sein,
    geht´s allen schon mal besser. trotz hedonistischer umtriebe lohnt es sich nach
    wie vor kontakt mit SVen an gymnasien aufzunehmen. protestmails aus schulbibliotheken sind auch immer was feines. bei der türkischen botschaft habe ich damit schon nette effekte erzielt, die nehmen sowas durchaus ernst. über mögliche andockstellen an schulen, dürften die grünen in den orten gut sortiert sein.
    in den orten eigentlich gut sortiert sein
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#14 realmanAnonym
  • 15.03.2007, 13:36h
  • Gleicher Meinung von
    Marius schreibt am 14.03.2007, 09:26:42 Uhr:
    Als ich das Bild von diesem Politiker gesehen hatte war das erste Signal "der ist schwul"!
    Durch sein homophobes Verhalten in dieser Position will er nur von sich ablenken - nur dies macht Ihn somit äußerst verdächtig.
    Wir hatten einen Bekannten der in Italien auch in der Regierung tätig war und ist. Dieser Italiener hatte zuvor aus so homophob versucht zu agieren. Er hat sich eines besseren besonnen und ist für pro homo Politik. Vielleicht empfängt der Pole auch noch die göttliche Eingebung.
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#15 realmanAnonym
  • 15.03.2007, 13:36h
  • Gleicher Meinung von
    Marius schreibt am 14.03.2007, 09:26:42 Uhr:
    Als ich das Bild von diesem Politiker gesehen hatte war das erste Signal "der ist schwul"!
    Durch sein homophobes Verhalten in dieser Position will er nur von sich ablenken - nur dies macht Ihn somit äußerst verdächtig.
    Wir hatten einen Bekannten der in Italien auch in der Regierung tätig war und ist. Dieser Italiener hatte zuvor aus so homophob versucht zu agieren. Er hat sich eines besseren besonnen und ist für pro homo Politik. Vielleicht empfängt der Pole auch noch die göttliche Eingebung.
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#16 TimoAnonym
  • 15.03.2007, 14:59h
  • Gegen Dummheit und Ignoranz ist noch kein Kraut gewachsen!

    Schlimm nur, dass in der EU finanzielle Interessen über Grundrechte gestellt werden! Da braucht sich keiner wundern, wenn die EU immer weniger Zuspruch der Bürger erntet und dies irgendwann der EU zum Verhängnis werden wird!
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#17 hwAnonym
  • 16.03.2007, 12:52h
  • den größten einfluß auf die polnische regierung dürfte den raketenplänen nach zur zeit die amerikanische
    regierung und ihre lieblingsdenkfabrik -american enterprise institute- haben. für schwule ein absoluter
    glücksfall. dort werkelt seit geraumer zeit die homo-beordete ayaan hirsi ali an strategien die lieblignsgegner
    ihrer brötchengeber möglichst perfide so hipp zu machen, dass sie möglichtst dämliche gewalttätige
    figuren abgeben, die die theorie vom clash of civilisations möglichst authentisch wirken lassen soll.
    vielleicht kann man sie ja an ihren orden erinnern und sie als käufer ihrer bücher bitten,
    doch ein bißchen zeit für unsere polnischen freunde zu erübrigen, dass deren klima in der zukünftigen
    raketenabschussbasis etwas erträglicher wird. sie soll ja sehr engagiert sein, die hirsi, ihre memoiren
    sind schon auf dem markt: infidel ? fidel !!!

    www.aei.org/
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#18 hwAnonym
  • 16.03.2007, 12:57h
  • @ timo

    eg gibt auch gute menschen in amerika..
    oh tenenbom, oh tenenbom, wie grün sind deine blätter, du blühst nicht
    nur zur sommerszeit, nein auch im winter, wenn es schneit...
    eines seiner letzten stücke handelt von einem vom mossad beauftragten selbstmordattentäter,
    der durch einen anschlag an der klagemauer der israelischen regierung einen vorwand für den finalen
    schlag gegen palästina liefern soll. "eine inszenierung, die es schafft, wirklich jeden vor den kopf zu stoßen",
    kommentierte die "new york times".
    der polnische botschafter in amerika ließ über tenenboms neuestes stück "the last jew in europe" toben,
    es sei "rassistisch" und ziehe ungerechtfertigt den zorn der juden in amerika, ja den zorn aller amerikaner
    auf das moderne polen. tenenbom, der als sohn eines rabbiners im ultra-orthodoxen mea sharim-distrikt
    von jerusalem aufgewachsen ist, war vor zwei jahren erstmals in das heimatland seiner von den nazis
    ermordeten vorfahren gereist.
    seine erlebnisse dort hatten ihn schockiert. überall waren ihm judenfeindliche schmierereien an hauswänden
    ins auge gesprungen; inkognito geführte gespräche hinterließen bei ihm den eindruck eines ebenso weit
    verbreiteten wie "tief sitzenden, primitiven antisemitismus".
    tenenbom schrieb an die polnische botschaft, "es ist äußerst verstörend, dass sie unseren ruf nach gerechtigkeit
    als akt des rassismus bezeichnen". wenn es der polnischen regierung darum zu tun sei, etwas für ihr image zu tun,
    dann würde sie nicht auf einer amerikanischen theater-kompanie herum hacken, sondern dafür sorgen, dass offener
    antisemitismus in polen unterbunden wird.
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#20 MissSophieAnonym
  • 17.03.2007, 06:40h
  • Im Voraus: ich gehöre nicht zu den Initiatoren des folgenden, finde es aber richtig darauf zu verweisen!

    Adresse des Ganzen:
    An Parteien, Organisationen, Vereine, Mitglieder
    des Bundestags und des Europaparlaments,
    Medienvertreter, Einzelpersonen

    unterstützend die poln. kampagne gegen Homophobie Polen
    auf kampagnia[dot]org[dot]pl
    eQual! Halle
    Initiative lesbischer und schwuler Studierender
    an der Martin-Luther-Universität und der HfKD
    Burg Giebichenstein

    ------------------------------------------------

    Polen 2007:
    Sexualaufklärung als „homosexuelle Agitation“

    Die Unterdrückung von Homosexuellen in Polen ist seit längerem ein Thema in
    Europa, auch in Deutschland. Das galt bisher insbesondere für das Recht auf
    Versammlungsfreiheit. Nun will die Regierung die Erwähnung der Existenz von
    Homosexualität an Schulen unter Strafe stellen, es drohen Berufsverbote.
    Wir fordern die polnische Regierung auf, die menschenunwürdige Situation der
    polnischen Homosexuellen nicht noch weiter zu verschärfen und sich nicht aus
    der demokratischen Staatengemeinschaft Europas auszuschließen. Es geht hier
    sowohl um die Verletzung elementarer Grund- und Menschenrechte als auch um
    Verstöße gegen EU- und EG-Verträge.

    Der Hintergrund
    In Polen gibt es kein öffentliches Leben für Homosexuelle. Sie werden von einer
    konservativen und homophoben Gesellschaft ausgegrenzt, und die Gefahr, von
    Rechtsradikalen auf der Straße angegriffen und dann von der zu spät eintreffenden
    Staatsgewalt verhaftet zu werden, ist groß. Beispielhaft für die polnische Realität ist der
    Bericht eines Schwulen aus Poznań: Eine Demonstration für Gleichberechtigung war vonRechtsradikalen angegriffen worden, die Polizei nahm daraufhin alle Demonstranten fest.Die Angreifer blieben unbehelligt. „Ich kann es nicht fassen, dass ich als Bürger der EU,die alle Minderheiten schützt, von der Polizei verprügelt und wie ein Krimineller behandelt werde. Es war purer Horror, als ich nach meiner Verhaftung im Polizeiauto saß. Die Leute trommelten mit ihren Fäusten gegen die Scheiben und schrien: ,Bringt sie um! Ab nach Auschwitz, ab ins Gas!’ Und die Polizisten haben uns die ganze Zeit ausgelacht!“

    Politiker aller Couleur überbieten sich mit Hetzparolen. Homophobie gehört in Polen zum
    guten Ton, sie sorgt oft gar für einen Karriereschub. Auch Teile der Medien, allen voran
    der erzkatholische Sender „Radio Maria“, verbreiten die krudesten Geschichten über die
    „perversen“ Homosexuellen.

    Die Politik Roman Giertych ist bekannt für seine Hetze gegen „Päderasten“ und die „schwule Kultur“. Auch mit den Juden und der Europäischen Union hat er das eine oder andere Problem. Man kann ihn jedoch nicht einfach ignorieren wie irgendeinen rechten Stammtischredner, ist er doch Polens Vize-Regierungschef und Bildungsminister.
    Die Regierung Kaczynski macht Ernst: Nach der Zensurbehörde „Zentrum der guten
    Medien“ wurde ein „Institut für gute Erziehung“ geschaffen, zur Meinungsdiktatur gesellt
    sich die der Moral. Das neue Polen, Mitglied der EU, ist rückschrittlicher denn je.
    Unbehelligt verschickten katholische Organisationen Broschüren an die Schulen, in denen behauptet wird, dass Homosexuelle Blut und Fäkalien äßen. Den Höhepunkt dieser Entwicklung stellt ein geplantes Gesetz dar: eine wissenschaftliche Sexualaufklärung in der Schule soll unter Strafe gestellt werden!
    Das Gesetz Das Bildungsministerium Giertychs, des Parteichefs der „Liga Polnischer Familien“, hat nun ein Gesetz geplant, nach dem Lehrer und Schuldirektoren, die im
    Aufklärungsunterricht an ihren Einrichtungen gleichgeschlechtliche Lebensformen auch
    nur erwähnen, mit Geldstrafen oder der sofortigen Entlassung rechnen müssen.
    Abgesehen davon, dass der Aufklärungsunterricht schon jetzt kaum seinem Namen
    gerecht wird, bedeutet dies ein Betätigungsverbot für alle Sexualpädagogen, die öffentlich homosexuelle Handlungen erwähnt haben. Eine Mehrheit ist dem Gesetzentwurf bereits sicher, so Ministerpräsident Kaczynski. Schließlich, so erklärt Vizebildungsminister Miroslaw Orzechowski in einem in Deutschland nicht unbekannten Duktus, „richtet sich die homosexuelle Propaganda direkt gegen die elementaren Interessen unseres Staates“.

    Dość – Genug!
    Es geht hier um den Verstoß gegen die Internationale Menschenrechtscharta und andere
    Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen. Es geht um die Verletzung von Artikel 6 des EU-Vertrags, Artikel 13 des EG-Vertrags und Artikels 21 der Charta der
    Grundrechte der Europäischen Union. Für uns geht es darum auch um das Schweigen,
    um die Gleichgültigkeit, um die Ignoranz der europäischen Regierungen. In diesem
    Augenblick werden in Europa Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung
    diskriminiert, ihrer Grundrechte beraubt, öffentlich verleumdet. Sie werden attackiert, ohne einen Schutzraum zu besitzen.
    Wir fordern von den europäischen Regierungen und den zuständigen Stellen in der
    Europäischen Union bei der polnischen Regierung zu intervenieren und
    die Rücknahme des Gesetzentwurfs zum ‚Schutz der polnischen
    Jugendlichen vor homosexueller Propaganda’,
    die Respektierung der genannten Abkommen und Verträge, d. h.
    Rücknahme aller Gesetze und Erlasse, die die Diskriminierung von
    Personen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Neigung zur
    Folge haben, die Gewährung von Meinungs- und Versammlungsfreiheit und anderen
    demokratischen Grundrechten, die Strafverfolgung von Gewalttaten gegen Homosexuelle sowie die Strafverfolgung von antisemitischer, rassistischer oder
    homophober Propaganda
    einzutreten.
    Wir rufen Parteien, Organisationen, Vereine und Einzelpersonen auf, ebenfalls
    Druck auf die Länderregierungen, die EU und vor allem die polnische Regierung
    auszuüben und sich unseren Forderungen anzuschließen.

    Halle, am 15.03.2007
    eQual! Halle
    Initiative lesbischer und schwuler Studierender
    an der Martin-Luther-Universität und der HfKD
    Burg Giebichenstein
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