https://queer.de/?6566
- 13. März 2007 1 Min.
Paris (queer.de) - Das höchste Gericht Frankreichs hat heute endgültig die Ehe von zwei Männern annulliert, die sich 2004 im südwestfranzösischen Bègles das Ja-Wort gegeben haben. Stéphane Charpin et Bertrand Charpentier wurden 2004 vom damaligen grünen Bürgermeister Noël Mamère getraut, weil der im Ehe-Verbot für schwule und lesbische Paare eine Verletzung der Grundrechte gesehen hatte (queer.de berichtete). Die Staatsanwaltschaft hat im Verfahren argumentiert, dass es Sache der Politik sei zu entscheiden, ob Homo-Paare gleiche Rechte erhalten sollten wie Hetero-Paare. "Im Präsidentschaftswahlkampf müssen die Kandidaten sagen, ob sie für eine Ehe gleichgeschlechtlicher Partner sind oder nicht", erklärten die Ankläger. Die Richter folgten dieser Argumentation: "Nach französischem Gesetz ist die Ehe eine Verbindung von Mann und Frau", sagten sie in der Urteilsbegründung. Das schwule Paar kündigte bereits an, nun vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof zu ziehen. (dk)














