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  • 19. März 2007 10 1 Min.

Stockholm (queer.de) - Die ehemalige schwedische Staatskirche wird Schwulen und Lesben erlauben, sich kirchlich zu verpartnern. Die Zeremonie soll genauso wie bei heterosexuellen Paaren ablaufen, allerdings soll nach Angaben von Bischof Claes-Bertil Ytterberg dabei nicht das Wort Ehe ("Äktenskap") gebraucht werden. Dies werde traditionell für der Verbindung zwischen Mann und Frau verwendet. In Schweden gibt es seit 1995 Eingetragene Partnerschaften, die derzeit praktisch die selben Rechte beinhalten wie die Hetero-Ehe. Im Moment wird darüber diskutiert, die Ehe für Homo-Paare zu öffnen. "Wir sind bereit, Partnerschaften für Homosexuelle zu schließen, die rechtsgültig sind", versicherte Bischof Ytterberg. Nach der United Church of Canada wäre die Svenska Kyrkan die zweite große protestantische Kirche, die Schwule und Lesben gleichbehandelt. Derzeit ist es in Schweden nur möglich, bereits eingegangene Verpartnerungen segnen zu lassen. Bei Heteros gilt in Schweden dagegen im Unterschied zu Deutschland die kirchliche Hochzeit auch zivilrechtlich. Die evangelisch-lutherische Kirche war bis Ende 1999 eine Staatskirche. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind nach wie vor Mitglied der Svenka Kyrkan. (dk)

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#1 ChrisAnonym
  • 19.03.2007, 17:04h
  • Mal eine fortschrittliche Kirche - vielleicht wär das ja auch mal was für die EKD.
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#2 rudolfAnonym
  • 19.03.2007, 18:08h
  • Damit werden sich die Schweden großen Ärger bei einer großen internationalen, interreligiösen und interkulturellen Allianz des homophoben Klerikalismus einhandeln. Umso mehr ist dieser mutige Schritt zu begüßen. Ist es ein Zufall, daß dieses Land auch in fast allen anderen Bereichen zur Speerspitze des Fortschritts und der Humanität gehört? Ich denke nein.
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#3 HandoAnonym
  • 19.03.2007, 18:11h
  • Ein gutes Beispiel dafür, dass Schwule nicht pauschal über "die Kirche" schimpfen, sondern differenzieren sollten:

    Unser Erzfeind ist und bleibt die römisch-katholische Kirche!!! Aus dieser kann man als emanzipierter schwuler Mann nur noch austreten.

    Die Anerkennung in den protestantischen Kirchen ist auch für nicht-christliche Schwule von Bedeutung, denn solch ein Schritt wirkt sich auch in der Gesamtgesellschaft aus.
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