https://queer.de/?6613
- 21. März 2007 1 Min.
Brüssel (queer.de) - Das Europäische Parlament hat in einer Resolution Nigeria aufgefordert, die Rechte von Schwulen und Lesben nicht zu beschneiden. Im nigerianischen Parlament steht derzeit ein Gesetz kurz vor der Verabschiedung, das jeden Kontakt zwischen Homosexuellen (z.B. einen Restaurantbesuch) unter Strafe stellen soll (queer.de berichtete).
Nur schwache Resolution verabschiedet
Die Europarlamentarier formulierten eine Reihe von Vorschlägen. Die vor den Christdemokraten ausgearbeitete Resolution, die am wenigsten verbindliche unter den Entwürfen, wurde schließlich verabschiedet. Darin wurden auch zahlreiche andere Forderungen eingearbeitet wie die Abschaffung der Todesstrafe. "Wir begrüßen die Resolution des Europäischen Parlaments", erklärte Patricia Prendiville von der europäischen International Lesbian and Gay Association (ILGA-Europe). "Allerdings würden wir uns eine zielgerichtetere Resolution wünschen, die die spezifische Situation schwul-lesbischer Menschenrechte beschreibt." Sie fürchtet, dass die Vermengung des Homo-Gesetzes mit anderen Themen weniger Eindruck auf die Regierung Nigerias macht.
Auch Bundestag debattiert
Am Donnerstag Abend wird sich auf Antrag der Grünen auch der deutsche Bundestag mit den Rechten von Schwulen und Lesben in Nigeria befassen. Das Auswärtige Amt hat bereits angekündigt, gegen die homophoben Gesetze zu protestieren (queer.de berichtete). (dk)















Aber Polen ist ja wirtschaftlich ein wichtigerer Partner als Nigeria! Da kriecht man denen wohl wieder mal lieber in den Arsch...