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- 23. März 2007 2 Min.
London (queer.de) - Das umfassende Antidiskriminierungsverbot in Großbritannien wird nach langen Querelen Ende April in Kraft treten. Am Mittwoch war die konservative Baroness O'Cathain damit gescheitert, das Gesetz im Oberhaus zu blockieren. Ihr Antrag wurde nach hitziger Debatte mit 168 zu 122 Stimmen abgelehnt. Für die Regierung sagte Staatssekretärin Baroness Andrews: "Wir haben einen langen Weg hinter uns, aber jetzt sind wir angekommen. Wir erkennen die Rechte aller Menschen an, egal was sie für eine sexuelle Ausrichtung haben. Das ist ein historischer Schritt in Richtung Würde, Respekt und Fairness für alle." Bis zuletzt hatten sich die Kirchen gegen das Antidiskriminierungsgesetz gewandt (queer.de berichtete), das Schwulen und Lesben gleichen Zugang zu Dienstleistungen garantieren soll. Besonders die katholische Kirche hatte sich dagegen gewehrt, auch Homo-Paare bei ihren Adoptionsagenturen zu berücksichtigen. Auch im Unterhaus hatte das Diskriminierungsverbot am Montag eine satte Mehrheit. Von den Konservativen votierten allerdings 80 gegen den Labour-Entwurf und nur 28 dafür. Allerdings gehört auch Tory-Chef David Cameron zu den Befürwortern. In Nordirland ist das Diskriminierungsverbot bereits seit Anfang des Jahres Gesetz, im Rest des Landes wird es endgültig am 30. April in Kraft treten.
Tony Blair "stolz" auf Leistungen in Homo-Politik
Premierminister Tony Blair sagte gestern Abend bei einer Veranstaltung der Homo-Gruppe Stonewall, dass ihn die Einführung der Eingetragenen Partnerschaften in Großbritannien mit Stolz erfülle. Er freue sich über den "Kulturwechsel" und den "zivilisierenden Effekt", den die Gesetze nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern in ganz Europa hätten. Die Abstimmung im Oberhaus zeige, wie sehr sich das Land seit der Labour-Machtübernahme 1997 verändert habe. (dk)
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» Tony Blairs Rede














