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  • 26. März 2007 11 1 Min.

Osnabrück (queer.de) - Amnesty International hat die Europäische Union wegen der Diskriminierung von Schwulen und Lesben in den Mitgliedsstaaten kritisiert. "Menschen werden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung schikaniert. Und die Mitgliedstaaten entziehen sich ihrer Verantwortung", heißt es in einer Erklärung anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge. Die Menschenrechtsorganisation rief die deutsche Bundesregierung auf, sich im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft mehr für die Rechte der Europäer einzusetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel spreche zwar im Dialog mit Russland und den USA Menschenrechtsverletzungen an, "innerhalb der eigenen Familie" sei sie aber sehr zögerlich, erklärte die Generalsekretärin der deutschen Amnesty-Sektion, Barbara Lochbihler in einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Man muss konsequent sein und auch intern kritisieren". So dürfe es laut Lochbihler zum Beispiel "nicht unkommentiert" bleiben, dass Homosexuelle in Polen teilweise schwer diskriminiert würden. Sie habe sich von der deutschen Ratspräsidentschaft "Konkreteres erwartet". Hochbihler kritisierte auch den wachsenden Rassismus in westeuropäischen Staaten. (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 26.03.2007, 15:36h
  • Ich sag ja immer: bei anderen ist die EU mit dem Kritisieren immer sehr schnell, aber bei sich selbst ist sie immer schön still....
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#2 Franky_EyesAnonym
  • 26.03.2007, 15:57h
  • Ich bin mal gespannt was dabei als gegenreaktion herauskommt.
    Den eigentlich ist sowas ja eine ziemliche Ohrfeige.
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#3 SaschaAnonym
  • 26.03.2007, 16:02h
  • @Flo: Völlig richtig!

    Solange die EU nicht in ALLEN EU-Mitgliedsstaaten gleiche Rechte für ALLE durchsetzt (Deutschland ist davon ebenfalls noch weit entfernt) und insbesondere den Kampf gegen Homophobie und Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Bereichen sehr deutlich intensiviert, hat sie weder Legitimität noch Glaubwürdigkeit, andere Länder oder Weltregionen zu kritisieren.
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