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- 05. April 2007 2 Min.
New York (queer.de) - In einer umstrittenen Titelgeschichte hat das amerikanische Homo-Magazin "Out" eine Reihe von bekannten Schauspielern, Journalisten und Politikern geoutet. Es ruft die Stars dazu auf, sich als schwul oder lesbisch zu bekennen und damit ein gutes Vorbild für andere Homosexuelle zu sein. Auf der Titelseite sind zwei Models abgebildet, die sich Masken von Schauspielerin Jodie Foster und CNN-Moderator Anderson Cooper vor ihr Gesicht halten. Von beiden Prominenten ist bekannt, dass sie homosexuell sind, sie wollen ihr Privatleben aber nicht öffentlich diskutieren. Im Artikel werden zudem noch andere Namen genannt wie David Hyde Pearce (spielte Niles in "Frasier"), Sean Hayes (Jack in "Will and Grace") oder den ehemaligen Chef der republikanische Partei, Ken Mehlman.
Der "Glas-Schrank"
"Out" kritisiert in seinem Artikel den symbolischen "Glas-Schrank". Das Magazin warf den Promis vor, dass sie ein schwules oder lesbisches Leben führten, aber "peinlich genau darauf achten, dass das nicht von einer Kamera gefilmt wird". "Wir wissen alle, dass sie im Glas-Schrank stehen, aber sie trauen sich nicht raus", beklagt Autor Michael Musto, der sonst Tratsch-Kolumnen schreibt. In dieser "homofreundlichen Umwelt" könnten die Stars aber darauf verzichten, "andersgeschlechtliche Dates" bei offiziellen Anlässen zu präsentieren, so der Artikel weiter. "Hetero-Stars, die sehr auf ihr Image achten, verschweigen nie in Interview, dass sie heterosexuell sind. Wenn auch immer jemand zu mir sagt: 'Ich diskutiere nicht, mit wem ich ausgehe' oder 'Ich mag keine Labels', dann weiß ich immer gleich, dass ihnen ihre Privatsphäre eigentlich egal ist. In Wirklichkeit sind sie nämlich schwul, schwul, schwul!"
Die 50 mächtigsten Homos
"Out" veröffentlichte auch eine Liste mit den 50 mächtigsten Schwulen und Lesben. Auf den ersten Platz kam der Filmproduzent und Milliardär David Geffen, gefolgt von CNN-Mann Anderson Cooper und Komikerin Ellen De Generes. (dk)
Links zum Thema:
» Out Magazine















Es gibt nichts Verheerenderes - gerade in der Wirkung auf junge Menschen - als die unter Homosexuellen weiterhin dominierende Einstellung des Sich-Versteckens und Ja-Nicht-Auffallen-Wollens in der Öffentlichkeit.
Kein Mensch käme in einer wahrhaft freiheitlichen Gesellschaft jemals auf die Idee, NICHT offen mit seiner sexuellen Identität umzugehen oder diese als "nebensächlich" kleinreden zu wollen. Der oben genannte Artikel verweist zu Recht darauf, dass KEIN Heterosexueller jemals ein Geheimnis aus seiner sexuellen Identität machen würde.
Veränderung beginnt eben in aller erster Linie bei UNSEREM Umgang mit UNS selbst. Insbesondere junge Homosexuelle brauchen in unserer medialen Welt dringend mehr Identifikationsfiguren, die als selbstbewusste Homsexuelle auftreten und uneingeschränkt gleiche Rechte in allen Bereichen des Lebens und des Alltags für sich beanspruchen!!!