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  • 05. April 2007 25 2 Min.

Halbnackte Männer dreschen aufeinander ein: Zack Snyders Verfilmung eines Comics steht in der Kritik und strotzt vor Homoerotik.

Von Carsten Weidemann

"300" ist die unerbittliche Filmversion der historischen Schlacht an den Thermopylen: Im antiken Griechenland starb König Leonidas mit 300 Spartanern im Kampf gegen Xerxes und sein gigantisches persisches Heer. Ihr Mut und ihre Opferbereitschaft angesichts der ausweglosen Situation inspirierte die griechischen Stämme zum Bündnis gegen die Perser – so entstand eine Urzelle der Demokratie.

"300" beruft sich auf den gleichnamigen Comic-Roman von "Sin City"-Autor Frank Miller. In seinem Abenteuerepos geht es um Leidenschaft, Mut, Freiheitsdrang und Opferbereitschaft – verkörpert durch die Spartaner, die sich hier in einer der berühmtesten Schlachten der Geschichte bewährten. Unter der Regie von Co-Autor Zack Snyder ("Dawn of the Dead") kombiniert die Verfilmung von Millers berühmtem Comic-Roman real gefilmte Handlungselemente mit virtuellen Szenerien, die dem antiken Zeitgemälde eine unverwechselbare Optik verleihen.

So unverwechselbar, das die Kritiker staunen über die Perfektion der Effekte, die der digitale Trick hergibt. Aber auch über die politische Naivität und Gefährlichkeit. Faschistische Tendenzen wurden dem Epos vorgeworfen, in der eine kleine skrupellose Elite über das Schicksal eines Volkes entscheidet. Sogar Vergleiche mit Leni Riefenstahls Olympiafilmen wurden herangezogen. Hier wie da wird die Schönheit des männlichen Körpers betont und dadurch die politische Herrenmenschen-Botschaft in ein schönes wie falsches Licht gerückt. In der Tat strotzt die Comicverfilmung vor männerbündlerischer Homoerotik.

05.04.2007

-w-

#1 hwAnonym
  • 05.04.2007, 16:54h
  • ...ich liebe engpässe, zwar nicht grad die
    antiken...aber um mache lohnt sich schon auch ein kampf.....atemübungen kann man ja danach machen, so als buddihst, mein ich...
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#2 hwAnonym
#3 seb1983
  • 05.04.2007, 17:19h
  • gestern schon gesehen

    Der Film an sich, story, Unterhaltungswert: schelcht schlecht schlecht, grottenlangweilig. Dazu Kommentare im Nazi Stil (du musst tapfer sein das zählt für einen Mann, Blut vergießen für Sparta, er ist zu jung um die Wärme einer Frau gespürt zu haben, ich opfere meinen Sohn etc)

    klar, massenhaft gut gebaute Typen die in Unterhose aufs Schlachtfeld ziehen, monumentale Choreographien, perfekte Bilder. Nach einer halben Stunde wird das jedoch ziemlich langatmig. Auf Dauer wirkt es so als hätte man Ben Hur mit Matrix vermischt.

    Der völlig sinnlose tod im Krieg wird als erstrebenswertes Ende angesehen, immerhin heißt es statt gutdeutsch "Blut und Ehre" für Deutschland nur noch "Tapferkeit und Ehre" für Sparta.

    Fazit: beeindruckende Bilder, grottenschlchte story, sinnentleerte kriegsverherrlichende Dialoge.
    Sin City: Top, 300: Flop
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