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Neu-Delhi (queer.de) - Insgesamt drei indische Bundesstaaten haben Aufklärungsunterricht an Schulen verboten. Indien gehört zu den asiatischen Ländern mit den meisten HIV-Patienten. UN-Schätzungen zufolge sind zwischen drei und neun Millionen Inder HIV-positiv. Zuletzt hat sich Maharashtra (100 Millionen Einwohner) dem Verbot in Gujerat (55 Millionen Einwohner) und Madhya Pradesh (65 Millionen Einwohner) angeschlossen. Die Regierung von Maharashtra begründete das Verbot damit, dass Aufklärungsunterricht junge Leute dazu anstiften würde, früher Sex zu haben. Organisationen zur Bekämpfung von HIV und Aids kritisieren das Gesetz scharf. So fragte Ratna Gaekwad von der Aids-Hilfe Neu-Delhi in "The Lancet": "Wie will man mit jemandem über HIV/Aids reden, der nicht einmal die Grundlagen von Gesundheit und Hygiene kennt?". (dk)



12 Kommentare

#1 HandoAnonym
  • 10.04.2007, 16:47h
  • Indien kann man nicht mit europäischen Maßstäben beurteilen. Das Land hat fast 1 Milliarde Menschen. Der Hinduismus sagt, dass jeder Mensch es durch sein früheres Leben selbst zu verschulden hat, ob es ihm gut oder schlecht geht.

    Wenn durch eine Überflutung des Ganges mehrere 100.000 Menschen umkommen, wird das in diesem Land als Erleichterung empfunden. Wenn Hunderttausende auf den Bürgersteigen übernachten müssen, so unternimmt man gar nichts, denn wenn man die Situation verbessern würde, würden gleich wieder neue Menschenmassen nachrücken.

    Und wenn einige Hunderttausend Menschen an Aids sterben, wird man genau aus diesen Gründen auch gar nichts unternehmen....
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#2 hwAnonym
  • 10.04.2007, 17:19h
  • ,,ja darum erstechen und verbrennen
    hindunationalisten gerne ohne awacs und tornados moslems aus der nachbarschaft
    und gründen wo immer möglich als erstes
    ministerien für kuhwohlfahrt, nicht ohne den
    hinweis, dass mit den fladen der viecher
    als hauswand, pakistanische atomstrahlen
    abgehalten werden können. das soll übrigens mit dem mist des dalia lamas
    auch bei chinesichen strahlen funktionieren. das mit den ministerien war kein witz.
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#3 tuxAnonym
  • 10.04.2007, 19:28h
  • @hando: Achso, jetzt hab ich auch verstanden, warum der deutsche dihk fordert, ausländische fachkräfte für die dienstleistungsbranche ins land zu holen! damit die armen inder nicht mehr auf der straße pennen müssen....
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#4 cole12Anonym
  • 10.04.2007, 20:52h
  • @Hando

    Ja, so einfach kann man sich die Erklärung für die miesen Verhältnisse in der dritten Welt machen und den Mist kann man dann sogar noch als Entschuldigung für Menschen verachtendes Handeln hernehmen. Weil du wahrscheinlich nicht der Einzige bist, der so denkt, wird man den Indern auch nicht wirklich an den Karren fahren, wenn es um die Umsetzung von Menschenrechten geht. Leprakranke bleiben weiter ihrem Schicksal überlassen, ebenso wie Witwen, denen die Verbrennung droht oder der Kinderprostitution, wo übrigens auch gern der ein oder andere Europäer sich bedient.

    Indien ist längst ein Wirtschaftsfaktor, der auch in Europa eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt. Darüber könnte man sehr wohl Einfluss, auch auf die Menschenrechtssituation nehmen. Aber wie wir alle am Beispiel China sehen, spielen Menschen im großen globalen Wirtschaftssystem keine Rolle. Stahl aus China wird immer noch gern gekauft, auch wenn monatlich Bergleute ums Leben kommen und mit Indien ist es nicht anders.

    Sicher, die Umsetzung von geringsten Forderungen wäre eine wahnsinnige Herausforderung, aber man sollte doch wenigstens mal auf westlicher Seite einen Versuch starten. Soweit ich weiß, ist das noch nicht wirklich passiert, oder?
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#5 tuxAnonym
  • 10.04.2007, 21:16h
  • @cole12: Das Problem ist doch, dass das DIHK den ohnehin schon ekeligen Rassismus mit Forderungen wie der nach Fachkräften aus dem Ausland noch hoch treibt.
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#6 cole12Anonym
  • 10.04.2007, 21:29h
  • @ tux

    Ist doch genau, was ich sage. Fachkräfte sichern wirtschaftlichen Gewinn, was schert uns da die Umsetzung irgendwelcher Menschenrechte!
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#7 RabaukeAnonym
  • 11.04.2007, 12:25h
  • Liebe "Gaymeinde".

    Als Buddhist möchte ich hiermit auf das schärfste protestieren. Es soll jeder seine Meinung haben. Bitte laßt jedoch eine gewisse respekt und fairnisfunktion, in dieser Diskusion gelten!

    Es ist beinahe unerträglich und bösartig
    was manche User hier von sich lassen.
    Traurig! Einfach nur traurig.
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#8 MariusAnonym
#9 hwAnonym
  • 11.04.2007, 16:44h
  • @ rabauke

    da kann ich dir nur zustimmen. als buddhist bin ich auch oft schwer genervt,
    wenn menschen den tibetischen buddhismus grauenhaft-mittelalterlich
    finden und mich nerven mit fragen was
    der dalei lama eigentlich meint, wenn er
    von der geschichte seines landes und den
    traditionen spricht. mit buddhistischer list
    verschweige ich dann einfach die gräueltaten, gewaltverbrechen und menschenverachtung der theokratie und die begeisterung des ss-delegationen für den tibetischen gesellschaftsaufbau bis 1950. ich will ja nicht mit diesen scharlatanen in einen topf geworfen werden. der buddhismus hat doch so schöne richtungen.
    wer näheres erfahren will möge sich
    an die fdp-nahe friedrich-naumann-stiftung wenden. sie berät sie tibetische exilregierung ,,zur besseren politischen Kommunikation der Tibetfrage", ich denk auch, dass die die besten potentiale haben,
    die brutalität des regimes bis 1950 auszublenden. mit dem anderen bis 1945 hat´s ja auch gut geklappt.
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#10 cole12Anonym
  • 11.04.2007, 16:56h
  • Lieber Rabauke,

    Menschen das Recht auf Aufklärung und dem damit verbundenen Schutz aus irgendwelchen undurchdringlichen und nicht nachvollziehbaren Gründen schlichtweg zu verweigern, ist leider kein Thema, bei dem ich nett bleiben kann. Mir ist dabei vollkommen gleichgültig, ob hier Tradition oder Religion in den Vordergrund gestellt werden. Mit den gleichen Argumenten werden Frauen in Afrika beschnitten und lebenslang verstümmelt, seelisch und körperlich. Wenn man in Indien den Menschen jegliche Form von Aufklärung verweigert, ist das kalkulierter Völkermord. Wer daran etwas Positives findet und auch noch eine mehr als zweifelhafte Rechtfertigung für dieses Handeln parat hat, der kann nicht wirklich auf Verständnis hoffen.
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