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https://queer.de/?6724
  • 10. April 2007 15 1 Min.

Köln (queer.de) - Schwule und Lesben werden in Deutschland nach wie vor in hohem Maße am Arbeitsplatz diskriminiert. Das ist das Ergebnis der Studie "Out im Office" vom Psychologischen Institut der Uni Köln. Dazu haben im September und Oktober 2006 über 2.700 Schwule und Lesben einen Fragebogen online ausgefüllt. Demnach geben 52 Prozent an, am Arbeitsplatz verschlossen mit ihrer sexuellen Ausrichtung umzugehen. Weniger als ein Viertel hat keine Diskriminierungserfahrungen gemacht. Im Vergleich mit einer Studie von 1997 haben sich die Zahlen etwas verbessert. "Allerdings ist der aktuelle Stand wesentlich schlechter als unter den veränderten Bedingungen zu erwarten gewesen wäre", erklärt Studienleiter Dominic Frohn. Er hatte erwartet, dass wegen der erhöhten gesellschaftlichen Präsenz, der Diversity-Programme in Firmen und der besseren rechtlichen Situation von Schwulen und Lesben das Ergebnis positiver ausfallen würde. 56 Prozent der homosexuellen Männer erklärten, über sie sei wegen ihres Schwulseins getuschelt oder es seien Gerüchte in die Welt gesetzt worden. 27 fühlten sich nicht mehr ernstgenommen, 22 Prozent seien Opfer von Mobbing oder Psychoterror geworden und acht Prozent sogar körperlicher Gewalt oder Aggressionen ausgesetzt gewesen. Acht Prozent gaben zudem an, nach eigenem Empfinden wegen ihrer sexuellen Orientierung eine Stelle nicht erhalten zu haben; vier Prozent sei deswegen die Kündigung ausgesprochen worden. (dk)

-w-

#1 hwAnonym
  • 10.04.2007, 17:10h
  • mir gefällt der bericht, weil realistisch.
    es wäre auch schwer erklärbar gewesen,
    wenn im mikroökonomischen bereich,
    bei all den veränderungen seit 1997, etwas
    anderes stattfinden würde als auf der makro- oder mega-makroebene.
    wenn´s vorteile bringt ausgrenzen, stigmatisieren, niedermachen, ressentiments aufwärmen, vorurteile
    pflegen. neue unterschichten schaffen,
    "alte" randgruppen quälen.
    um den bogen gleich mal wieder zu überspannen: die freiheiten und die toleranz für die bürger des alten roms, bedurften der gestaffelten knechtung bis
    hin zum gegenteil in den sphären aussenrum. in deutschland wurde oft
    chic übernommen, reeducation, weniger erkämpft weil wirklich gewollt. das kommt meiner meinung auch hier wieder zum ausdruck. da soll man nicht weinen.
    mit schwuler kinderlosigkeit, geht halt auch
    eine gewisse traditionslosigkeit einher.
    emanzipatorischer kampf kann hier halt
    vom ansatz her schon nicht mit der "muttermilch" weitergegeben werden.
    in meinen augen ist es schon viel, wenn standards gehalten werden können und selbst das ist oft lohnender krampf.
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#2 joshAnonym
  • 10.04.2007, 18:21h
  • der bericht ist meiner meinung nach noch nicht realisitisch.
    wie viele haben sich wohl gar nicht erst beteiltigt. ich bin grad aus dem job gegangen worden, trotz AGG etc. ich finde es ist in den letzten jahren schlimmer geworden und nicht besser. da sitzen auf der einen seite ein paar intellektuelle und machen ein gesetz (ohne restriktionen - deshalb sinnlos) und träumen sich die wirklichkeit so wie sie sie wollen, auf der anderen seite werden die zeiten schlechter und die leute dann weniger tolerant, von akzeptanz ganz zu schweigen.
    polen hat uns schon fast erreicht!
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#3 tuxAnonym
  • 10.04.2007, 19:25h
  • In Zeiten von hoher Arbeitslosigkeit, Niedrig- & Niedrigstlöhnen und imenser Angst vor Entlassung ist Denunziation, Ausgrenzung & Mobbing das Ergebniss von Neoliberalen, um nicht zu sagen neofeudalen ansätzen auf dem arbeitsmarkt.

    das sich die neoliberale politik eines tzages rächen wird, steht ausser frage, denn es geht nicht nur bergauf. vor allem leider nicht im geldbeutel der arbeitenden bevölkerung..
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