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- 21. April 2007 1 Min.
Berlin (queer.de) - Die Berliner Ahmadiyya-Gemeinde behauptet nicht mehr, dass Schweinefleisch-Konsum schwul macht. "Wir nehmen diesen Vergleich zurück", so Imam Abdul Basit Tariq nach Angaben der "Berliner Zeitung". In ihrem "Jugend Journal" hatte die muslimische Glaubensrichtung einen Text veröffentlicht, in dem der Verzehr von Currywurst und Co. verurteilt wurde, weil das einen negativen Einfluss auf "menschliches Moralverhalten" habe - u.a. könnte man zur Homosexualität neigen (queer.de berichtete). "Wir haben keine Quelle gefunden, in der diese Aussage belegt wird", erklärte nun Gemeindesprecher Rafik Ahmad. Man habe zuvor die Aussagen des Kalifen noch einmal überprüft, der im Ahmadiyya-Text zitiert wurde. "Im Koran und in den Schriften unseres Begründers wird kein Zusammenhang hergestellt zwischen Schweinefleisch und Homosexualität." Beides sei Muslimen natürlich verboten.
LSVD kritisiert Erklärung als "fragwürdig" und "halbherzig"
Alexander Zinn, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes, nannte die neue Haltung der Gemeinde "sehr halbherzig" und "fragwürdig". "Was passiert, wenn der Kalif es doch gesagt hat?", fragte Zinn. Er wies darauf hin, dass die Homo-Feindlichkeit im Islam schwule und lesbische Jung-Muslime hart treffe: "Uns sind Fälle bekannt, in denen schwule und lesbische Jugendliche von ihren muslimischen Eltern bedroht, eingesperrt und geschlagen werden. Viele werden von ihren Familien zwangsverheiratet, wenn ihre Homosexualität herauskommt." (dk)















Die "Ahmadiyya" präsentiert sich gerne als demokratisch, sie redet viel davon, es gebe bei ihnen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Aber in der Sekte wird immer wieder die Züchtigung und Bestrafung von Frauen durch ihren Ehemann verteidigt und gerechtfertigt, wenn sie rebellieren.
Ihr plötzlicher Sinneswandel ist nicht ehrlich.