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- 22. April 2007 1 Min.
Bentonville (queer.de) - Ein Mann aus Bentonville (US-Bundesstaat Arkansas) verlangt von seiner Heimatstadt 20.000 Dollar (rund 15.000 Euro) Schadensersatz, weil seine minderjährigen Söhne in einer öffentlichen Bücherei ein lesbisches Buch gefunden hätten, das sie einer immensen seelischen Belastung ausgesetzt habe. Er beruft sich auf ein regionales "Gesetz gegen Obszönitäten". "Sie waren fix und fertig. Es gab viele schlaflose Nächte in unserem Haus", so Earl Adams. Die 14 und 16 Jahre alten Jugendlichen hätten das Buch "The Whole Lesbian Sex Book" von Felice Newman entdeckt, als sie in der Bibliothek nach Informationen über Militärakademien gesucht hätten. Adams schrieb an den Bürgermeister, das Werk sei "sehr anstößig und hat keinen künstlerischen, literarischen und wissenschaftlichen Wert". Die Justizbeauftragte der Stadt sagte, eine Klage des gläubigen Christen sei aussichtslos, da das Buch nicht pornografisch sei. Die Bücherei prüft derzeit, ob ein "angemesseneres" Buch das beanstandete ersetzen könnte. Man gehe aber davon aus, dass es weiter der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde. "Dann wird es zu Klagen kommen und zu einem Protest der Christen in unserer Stadt", drohte Adams. (dk)













