Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?6793
  • 22. April 2007 16 1 Min.

Bentonville (queer.de) - Ein Mann aus Bentonville (US-Bundesstaat Arkansas) verlangt von seiner Heimatstadt 20.000 Dollar (rund 15.000 Euro) Schadensersatz, weil seine minderjährigen Söhne in einer öffentlichen Bücherei ein lesbisches Buch gefunden hätten, das sie einer immensen seelischen Belastung ausgesetzt habe. Er beruft sich auf ein regionales "Gesetz gegen Obszönitäten". "Sie waren fix und fertig. Es gab viele schlaflose Nächte in unserem Haus", so Earl Adams. Die 14 und 16 Jahre alten Jugendlichen hätten das Buch "The Whole Lesbian Sex Book" von Felice Newman entdeckt, als sie in der Bibliothek nach Informationen über Militärakademien gesucht hätten. Adams schrieb an den Bürgermeister, das Werk sei "sehr anstößig und hat keinen künstlerischen, literarischen und wissenschaftlichen Wert". Die Justizbeauftragte der Stadt sagte, eine Klage des gläubigen Christen sei aussichtslos, da das Buch nicht pornografisch sei. Die Bücherei prüft derzeit, ob ein "angemesseneres" Buch das beanstandete ersetzen könnte. Man gehe aber davon aus, dass es weiter der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werde. "Dann wird es zu Klagen kommen und zu einem Protest der Christen in unserer Stadt", drohte Adams. (dk)

-w-

#1 MarkusHBAnonym
  • 22.04.2007, 15:13h
  • *lol* Is klar... Der hat doch ganz gehörig einen an der Lampe... Aber wie man die Amis kennt, bekommt er das Schmerzensgeld zugesprochen...
  • Direktlink »
#2 FloAnonym
  • 22.04.2007, 15:46h
  • Anstatt legale Bücher verbieten zu wollen, sollte dieser Vater lieber mal seine beiden Söhne etwas umfassender und vielfältiger bilden...

    Dass die Konservativen nie andere Sichtweisen akzeptieren können und immer alles, was ihnen missfällt gleich verbieten wollen.
  • Direktlink »
#3 tuxAnonym
  • 22.04.2007, 16:12h
  • @Flo: Das mit der Bildung ist in den USA so eine Sache. Denn die meisten jungen US-Amerikaner haben eine Schulbildung, die unserer Grundschule ähnelt.

    Da die meisten Familien nicht das Geld für höhere Schulen aufbringen können, wird sich daran auch so bald nichts ändern.

    Es ist schon Paradox: In der Verfassung der USA ist zwar das Recht auf den Waffenbesitz festgeschrieben, nicht aber das Recht auf Bildung.

    Das Ergebniss sah man letzten Montag in Blacksburg/Virginia.

    Was auch sehr interessant und zugleich erschreckend ist: mein mann hat Verwandte, die in Alaska leben. Deren Tochter fragte ihn mal, wer der Präsident der vereinigten staaten von Europa wäre....
    "Who is the president of the United States of Europe actually?"
  • Direktlink »