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  • 22. April 2007 6 1 Min.

Die schwul-lesbische Demonstration durch die Krakauer Innenstadt ging am Samstagnachmittag friedlich zu Ende.

Von Christian Scheuß

Die Veranstalter schätzen insgesamt 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Parade, die als Höhepunkt am Ende des "Festivals für Toleranz" stattfand.

Der Marsch stand unter schwerem Polizeischutz, weil die rechtsradikale "Allpolnische Jugend" eine Gegendemonstration angemeldet und Widerstand gegen den schwul-lesbischen Marsch angekündigt hatte: "Wir werden nicht gestatten, dass die Sodomiten den Rathausplatz erreichen", meinte ein Sprecher der Jugendorganisation, die etwa 200 Anhänger mobilisieren konnte. Rund 400 Polizisten sicherten entsprechend die Route und hielten die beiden Gruppen voneinander getrennt. Auf dem zentralen Marktplatz gab es ein paar Festnahmen von Gegendemonstranten, ein Polizist wurde leicht verletzt.

Festival-Pressesprecherin Ida £ukawska lobte die Polizei für ihren Einsatz und kritisierte die Gegendemonstranten: "Die Organisation ist zu weit gegangen. Sie hinderten uns durch Sitzblockaden, auf den Rathausplatz zu kommen. Und es gab darunter gewaltbereite Menschen." Die Polizei hatte ein paar Schuss- und Stichwaffen sichergestellt.

Das Festival für Toleranz fand zum vierten Mal statt und ist mit einem viertätigen Kultur- und Diskussionsprogramm bei einem Budget von umgerechnet 8.000 Euro das bislang aufwändigste und teuerste Event, das die Gay Community in Krakau auf die Beine gestellt hat. Es wurde durch verschiedene schwul-lesbische Organisationen aus Deutschland und Belgien sowie viele Privatpersonen finanziell und ideell unterstützt.

22.04.2007

-w-

#1 andyAnonym
  • 22.04.2007, 17:50h
  • hi , bravo krakow . weiter so!

    andy
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#2 Emma PeelAnonym
  • 22.04.2007, 19:17h
  • Wir kommen auch nach Warschau ;-)
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#3 DavidAnonym
  • 23.04.2007, 14:01h
  • Wenn ich das richtig verstehe, hat die Polizei zwar die Demonstranten vor den Faschisten geschützt, aber nicht die Sitzdemo aufgelöst, die verhinderte, dass die Demonstranten auf den Rathausplatz kommen...

    Mit anderen Worten: Polen hat nur das von der EU geforderte Nötigste getan (Schutz der Demonstranten) aber nicht wirklich das Versammlungsrecht für Minderheiten umgesetzt. Die machen nur das Nötigste und haben nicht wirklich ihre Meinung geändert...
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