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  • 24. April 2007 13 2 Min.

Mit "Little Britain" läuft die wohl schwulste BBC-Serie jetzt in zwei deutschen Fernsehsendern.

Von Dennis Klein

Daffyd, ein quietschender Schwuler in Lackoutfit, fordert von den Bewohnern eines walisischen Kaffs Toleranz ein. Doch als der Postbote von Lladdewi Breffi zugibt, dass er es schon mal "hinten rein" mag und der Dorfpfarrer mit seinem ultraschwulen Lebenspartner auftaucht, bricht für Daffyd eine Welt zusammen: "Was ist mit der guten alten Homophobie passiert?", fragt er entnervt. Er ist nichts Besonderes, nicht der "einzige Schwule im Dorf", sondern Durchschnitt. Das schmerzt.

Der tuckende Daffyd, der andere Schwule mit seinem Gezicke vertreibt, ist nur einer der Figuren der 30-minütigen Sketch-Sendung "Little Britain". Die Serie startete im Radio und wurde dann 2003 auf einem kleinen BBC-Digitalsender ausgestrahlt wurde. Doch schnell hob der öffentlich-rechtliche Kanal die Sendung in sein Flagschiff BBC One, wo das 32-jährige Pummelchen Matt Lucas und die 35-jährige Bohnenstange David Walliams seither ihr Unwesen treiben durften. Die beiden spielen fast alle Charaktere in der Show, die Großbritannien als Land der Exoten und Spinner präsentiert. Und in der sich sehr viele Engländer wiedererkennen.

Matt Lucas ist selbst offen schwul und hat erst vor wenigen Monaten seinen langjährigen Freund in London geheiratet (queer.de berichtete). Sein Sketch-Partner David Walliams ist bekenndender Hetero, wirft sich in der Serie aber trotzdem gerne in den Fummel: Als Transe Emily Howard watschelt er in Vorkriegskostümen durch Pubs und Shops, kann aber seine Männlichkeit nur schwer verbergen. Der Standardsatz der Transe ("But I'm a Laaady") hat in England inzwischen Kultcharakter. In einer weiteren Paraderolle ist Walliams ein schrulliger schwuler Sekretär des Premierministers, der von Anthony Head ("Buffy – Im Bann der Dämonen") dargestellt wird. Der Sekretär ist unsterblich in den Regierungschef verliebt – doch der undankbare Premierminister denkt nur an seinen Amtsgeschäfte.

Promiente stehen geradezu Schlange, um in der Serie eine Gastrolle zu erhalten. So traten in den bisherigen Sendungen, die teilweise im Rahmen von Spendenmarathons live ausgestrahlt wurden, unter anderem Kate Moss, Elton John und Robbie Williams auf.

Freunde der politischen Korrektheit werden diese Serie hassen – den Machern ist nichts heilig. Wer aber den absurden britischen Humor liebt, wird bei "Little Britain" nicht enttäuscht.

Little Britain: Mittwochs um 0:30 Uhr und 1:00 Uhr bei Sat.1 Comedy (Originalfassung); montags, 20:15 Uhr, freitags um 21:15 Uhr und 21:45 Uhr und sonntags um 17:00 Uhr bei Comedy Central (synchronisiert von Oliver Welke und Oliver Kalkofe)

24. April 2007

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-w-

#1 seb1983
  • 24.04.2007, 16:22h
  • Die Vorschau war jedenfalls vielversprechend :-))
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#2 mvsAnonym
  • 24.04.2007, 19:08h
  • läuft schon ewig auf orf1. ist ziemlich dümmlich.
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#3 GeorgiosAnonym
  • 24.04.2007, 21:21h
  • Ach Robbie will auch mal wieder vom schwulen Klischee profitieren um später wieder gerichtlich verbieten zu lassen ihn "schwul" zu nennen? Da wird mir echt übel. Aber wie könnts anders sein?...Profit kann man ja immer gut schlagen aus den Schwulen.
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