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Straßburg (queer.de) - Einstimmig wurde die deutsche Europaabgeordnete Lissy Gröner (SPD) gestern zur Vizepräsidentin der schwul-lesbischen Intergruppe gewählt. Dieser interfraktionellen Gruppe gehören, mit Ausnahme der Neofaschisten, Abgeordnete aller Fraktionen an. Sie setzt sich im Europaparlament für Homo-Rechte ein.

Gröner kritisiert Polen

"Über das Vertrauen freue ich mich sehr. Allein die Debatte über die von der Intergroup eingebrachte neue Resolution gegen Homophobie wirft einen Schatten", erklärte Lissy Gröner. "Im letzten Jahr haben wir mit großer Mehrheit zwei Resolutionen verabschiedet. Die Situation für Lesben, Schwule, Transgender und Bisexuelle ist allerdings in einigen Ländern Europas nach wie vor durch Diskriminierung und Hass geprägt." Besonders schlimm sei die polnische Regierung, die Berufsverbote für Schwule und Lesben diskutiere. "Dazu muss das Europäische Parlament klar Stellung beziehen: Europäische Menschenrechtspolitik ist Innenpolitik", erklärte Lissy Gröner.

Vorsitzender der Intergruppe ist der britische Labour-Abgeordnete Michael Cashman. (pm)

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