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  • 27. April 2007, noch kein Kommentar

Die Sopranistin Nicole Cabell klingt wie "flüssiges Gold" ("The Times") und präsentiert ihre erste Solo-CD.

Von Carsten Weidemann

Einen Exklusivertrag bei einer Plattenfirma wie Decca zu erhalten ist für viele Opernsängerinnen ein großer Traum, der zum Beispiel für Cecilia Bartoli und Reneé Fleming in Erfüllung ging. Nun hat auch die junge Sopranistin Nicole Cabell (29), die mit einem spektakulären Auftritt beim Singer of the World Award auf sich aufmerksam machte, einen solchen Vertrag erhalten. Die in Kalifornien geborene Cabell wurde im Juni 2005 buchstäblich über Nacht ins Rampenlicht der Musikwelt katapultiert, als drei Monate nach dem Ende ihrer Zeit im Programm für junge Künstler an der Lyric Opera of Chicago als Vertreterin der Vereinigten Staaten am BBC-Wettbewerb Cardiff Singer of the World teilnahm und den Hauptpreis gewann. Trotz des Drucks, der auch eine weitaus erfahrenere Sängerin hätte verunsichern können, brachte sie all ihre Stücke mit einem hinreißenden Ton und erstaunlicher Stilsicherheit zu Gehör.

"Keiner von den Teilnehmern dachte groß darüber nach, ob wir unter Druck stehen, bis wir erfuhren, dass der Wettbewerb im Fernsehen und im Radio übertragen werden und Millionen Menschen uns hören sollten", erinnert sich. "Aber mir machte das Ganze großen Spaß, und es war fantastisch, die Kristalltrophäe von Dame Joan Sutherland überreicht zu bekommen." Nicole fiel von Anfang an nicht allein wegen ihres musikalischenTalents auf, sondern auch wegen ihrer afro-amerikanischen, europäischen und koreanischen Herkunft. "Meine bunt gemischte Abstammung ist ein sehr wichtiger Teil von mir", erläutert sie. Zuletzt begeisterte sie gemeinsam mit Anna Netrebko und Rolando Villazon als Musetta in der Bohème in München. Ihr Album "Soprano" ist ab sofort erhältlich. Darauf enthalten sind Stücke von Gershwin, Gounod, Puccini, Menotti oder auch Donizetti.

27. April 2007