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Barbaroo (queer.de) - Ein 16-jähriger Jugendlicher, der wegen der Tötung seines Schulrektors in Barbaroo (US-Bundesstaat Wisconsin) angeklagt ist, hat sich vor Gericht des Mordes als nicht schuldig bekannt. Eric Hainstock gab jedoch zu, dass er habe den Rektor erschossen, nachdem er jahrelang von seinen Mitschülern als "Schwuchtel" bezeichnet und von ihnen unsittlich angefasst wurde – die Schulleitung habe dagegen nichts unternommen. Der Jugendliche ist nach dem Erwachsenenstrafrecht angeklagt worden – ihm droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft.

Hainstock hatte von seinen Eltern eine Pistole und ein Gewehr entwendet und ging damit an einem Freitagmorgen die Schule. Er traf auf den Hausmeister und den Rektor. Nach einem Handgemenge feuerte er drei Schüsse auf den Rektor ab und traf ihn tödlich.

Als Grund für seine Bewaffnung gab er Angst vor Mobbing an. Die Schule wies die Anschuldigung zurück, sie hätte nichts gegen das Mobbing unternommen.

Bereits vor wenigen Monaten sorgte ein ähnlicher Fall im US-Bundesstaat Missouri für Schlagzeilen; hier konnte ein 17-jähriges Mobbing-Opfer überwältigt werden, bevor es ein Massaker anrichtete (queer.de berichtete). (dk)



12 Kommentare

#1 hwAnonym
  • 02.05.2007, 16:17h
  • wie´s scheint wurde der junge mehrfach mißbraucht. von den tätern und denen, von denen er glaubte schutz zu bekommen.
    in seiner zeit als schutzbefohlner hat er wohl qualen empfunden und beschützer erlebt, die allen bereichen bewaffnete gewalt einsetzen nur für ihn halt nicht.
    wahrscheinlich kannte er nur neoliberale
    lösungsstrategien. waffengesetze ?
    das traurige ist, wenn ich diese zeilen schreibe wird das nächste schulmassaker
    schon gedacht und geplant. das allertraurigste ist: vielleicht schon ausgeführt. für diesen gedanken kommt man heute schon nicht mehr in die klappse ! meiner meinung nach haben sich die bereiche des möglichen, seit den amerikanischen raketenangriffen 1999
    auf belgrad erheblich erweitert. krawallthese.
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#2 SvenAnonym
  • 02.05.2007, 16:50h
  • Komisch, wieso wird der denn angeklagt?
    Muss wohl daran liegen, dass er schwul ist.
    Jeder andere hätte wohl einen Verdienstorden bekommen, wenn er so ein Schwein erschießt.
    War doch letztlich Notwehr!
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#3 Katrin MeyerAnonym
  • 02.05.2007, 17:14h
  • Habe selber gesehen, wie ein Klassenkamerad gemobbt wurde und habe nichts getan aus angst selber Aufmersamkeit zu erzeugen. Ist bereits 40 Jahre her, aber immernoch beschämend.
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#4 tuxAnonym
  • 02.05.2007, 17:19h
  • Da sehen wir wieder die Problematik der nicht vorhandenen US-Waffengesetzgebung. Aber nicht nur diese Problematik.

    Auch das gesamte Gesellschaftssystem der USA ist nicht gerade Menschenfreundlich.

    Ich empfehle hierzu den Film "Bowling for Columbine" von Michael Moore.
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#5 tuxAnonym
  • 02.05.2007, 17:23h
  • Insgesamt tut mir der Junge leid, denn nach erwachsenemstrafrecht in den USA lebenslänglich zu bekommen heißt im Klartext, das der nie wieder raus kommt. Allerhöchstens in einem Plastiksack.

    Eigentlich wäre es angebrachter, ihn Psycholgisch zu betreuen und ihm eine Möglichkeit auf ein Leben nach dem Strafvollzug zu gewähren.
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#6 thomas, kölnAnonym
  • 02.05.2007, 18:58h
  • @sven Kann Deiner Argumentation absolut nicht folgen.Es scheint, Du verwechselst den ermordeten Rektor mit einem derjenigen "Mitstudenten" welche ihn sexuell belästigt haben sollen.

    Glaube Artikeln über amerikanischen Strafverfahren sollten sowieso mit allerhöchstem Misstrauen aufgenommen werden. Klar suchen die Anwälte der Eltern jetzt nach Möglichkeiten die Schule verantwortlich zu machen und immerhin hat er sich ja selbst für schuldig bekannt.

    Jahrelang von Mitstudenten belästigt? Komisch, so schwächlich, dass er sich nicht anders wehren konnte sieht er nicht aus. Da is was faul!
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#7 WolfgangAnonym
  • 02.05.2007, 19:17h
  • Um es mit G. W. Bush´s Worten zu sagen:

    "Hätte der Direktor auch eine Waffe gehabt wäre das nie passiert...."
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#8 joshAnonym
  • 02.05.2007, 19:58h
  • naja nicht soviel überheblichkeit den usa gegenüber, gerade dann nicht wenns bei uns nicht anders ist.
    oder weiss hier jemand warum die einzelnen amokläufe am anfang des jahres in deutschland waren? wir haben nicht so leicht waffen, naja. aber ansonsten?
    die offiziellen erklärungen reichten ja von weiss nicht bis computerspiele, wers glaubt. an meiner nachbarschule haben sie einen schwulen lehrer abgeknallt. im nachhinein vertuscht. und die schulen in deutschland schwulen unter die arme greifen? wers glaubt, wohl im Allgemeinen eher umgekehrt. die opfer leiden hier bloss leiser. als in den usa.
    hier wie dort werden die täter geschont und die opfer angeklagt. ein skandal, aber eben hier ebenso nicht besser, keinen deut.
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#9 tuxAnonym
  • 02.05.2007, 20:56h
  • @josh: Ganz sicher lag es nicht an den "bösen" spielen. nur man macht es sich einfach und hat alle CS- und änliches spielende zu potenziellen Amokläufern erklärt.

    Als am 26.April 2002 robert Steinhäuser im erfurter Gutenberg-Gymnasium 17 Menschen tötete, war auch ganz schnell das Computergeballere als schuldiger auserkoren.

    Die wirklich schuldigen wurden hinterher von den schülern genannt, u.a. das rücksichtslose thüringer schulgesetz das zwischenzeitlich geändert wurde.

    de.wikipedia.org/wiki/Robert_Steinhäuser
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#10 antosAnonym
  • 02.05.2007, 21:28h
  • @ josh

    "an meiner nachbarschule haben sie einen schwulen lehrer abgeknallt. im nachhinein vertuscht."

    Und? Wie hast Du dich da eingeschaltet? Welche Infos hattest Du und wem hast Du sie geliefert?

    Sei Vorbild - berichte! Danke.
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