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- 02. Mai 2007 2 Min.
London (queer.de) - John Browne, der Vorsitzende des Ölgiganten British Petroleum, ist zurückgetreten, weil er in einem Gerichtsverfahren über die Beziehung mit seinem kanadischen Ex-Freund gelogen hatte. Jeff Chevalier, der ehemalige Liebhaber von Lord Browne, hatte zuvor der Boulevardzeitung "Mail on Sunday" seine Affäre als Exklusiv-Story angeboten. Browne hat daraufhin vor Gericht beantragt, dass die Geschichte gestoppt werden müsse.
Dort hatte Browne ausgesagt, er habe Chevalier zufällig im Park kennengelernt. In Wahrheit hat er den 28-Jährigen allerdings in einem Internet-Datingservice getroffen. Browne kann nun wegen Meineids belangt werden.
Mit seinem Rücktritt verzichtet er auf eine Abfindung in Höhe von über fünf Millionen Euro sowie über ein Aktienpaket von bis zu 18 Millionen Euro. Er wollte eigentlich noch in diesem Jahr sei Amt als BP-Chef regulär an seinen Nachfolger übergeben.
Browne hatte seinen Freund zuvor finanziell unterstützt. Er war für die Universitätsgebühren aufgekommen und hatte ihm ein Studentenvisum verschafft. Nach dem Ende der Beziehung hatte er noch ein Jahr lang die Miete Chaveliers für seine Wohnung in Toronto bezahlt.
Browne führte BP seit 1995. Während seiner Amtszeit verfügte er, dass Mitarbeiter weltweit im Konzern nicht aufgrund sexueller Orientierung benachteiligt werden dürfen. Die Homosexualität des 59-Jährigen galt in Großbritannien als offenes Geheimnis. (dk)














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