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Berlin (queer.de) - Die amnesty-international-Gruppe Mersi (Menschenrechte und sexuelle Identität) weist am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, auf das vorherrschende Klima der Intoleranz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) in Polen hin. Mit einem symbolischen Schulunterricht vor dem Polnischen Kulturinstitut in Berlin-Mitte (Burgstraße 27, S-Bahnhof Hackescher Markt) wendet sich Mersi gegen die jüngste Forderung von Polens Bildungsminister Roman Giertych, "homosexuelle Propaganda" an Schulen zu verbieten (queer.de berichtete). Für offen homosexuelle Lehrer könnte Giertychs Gesetzesvorhaben die Entlassung bedeuten, Anti-Aids-Aufklärungsbroschüren droht die Kriminalisierung.

Die Aktion unter dem Motto "Keine Homophobie an Polens Schulen!" beginnt am 17. Mai um 12:00 Uhr in Kooperation mit den lesbischen und schwulen Lehrern und Erziehern der GEW. Teilnehmer sind willkommen. (pm)



#1 blumen-freundAnonym
  • 03.05.2007, 12:37h
  • ich will jetzt mal etwas ganz kritisches anmerken:
    als lehrer offen schwul zu sein, würde zwar in deutschland niemals einen grund zur entlassung darstellen, aber trotzdem habe ich bisher nur selten von einem offen schwulen lehrer gehört. ungefähr genauso selten wie von einem offen schwulen fußballer.
    woran liegt´s, dass ihr eucht nicht traut, liebe lehrer? habt ihr mehr angst vor dem kollegium oder vor der rasselbande, die ihr unterrichtet?
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#2 hwAnonym
#3 achillAnonym
  • 03.05.2007, 16:55h
  • Die Schule ist ein spezieller "Raum," und es macht einen Unterschied, ob es eine Grundschule oder ein Gymnasium ist. Ich z.B. unterrichte die Oberstufe an einem Gymnasium, und bin schwul. Ich laufe zwar nicht mit einem Schild rum, auf dem steht: I" am proud to be gay", aber es gibt schon seit langem das Gerücht an unserer Schule, ich sei schwul, viele ahnen es, die Abiturienten wissen es definitiv, ein paar meiner Kollegen auch, die anderen werden sich ihren Teil dazu denken. Was solls? Probleme habe ich bisher keine gehabt. Bei uns in Österreich gilt Clintons Devise für das Militär: "Don`t tell, don`t ask" , was Offenheit erschwert.
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#4 ManuAnonym
#5 SaschaAnonym
  • 03.05.2007, 21:50h
  • @blumen-freund und andere:

    Es sollte euch bereits aufgefallen sein, dass im deutschen Schulsystem das Thema der sexuellen Vielfalt konsequent ausgegrenzt und ignoriert wird.

    Deutsche Klassenzimmer gehören zu den homophobsten Räumen dieser Gesellschaft - zweifelsohne mit verheerenden Folgen für die Situation junger Homosexueller, die gerade hier besondere Unterstützung erfahren müssten.

    Aber wir leben nun einmal in Deutschland!

    In anderen Ländern sind Lehrerverbände und -gewerkschaften eine der treibenden Kräfte auf dem Weg zu einer neuen Kultur der Respekt vor der Vielfalt.

    Und WO, wenn nicht eben dort, wo junge Menschen ihr Sozialverhalten einüben und ein wesentlicher, prägender Teil ihrer persönlichen Entwicklung stattfindet, soll eine wahrhaftige Veränderung des kollektiven und individuellen Bewusstseins in dieser Gesellschaft denn ansetzen???

    Die deutsche Bildungspolitik hat - den reaktionären Ideologen in den allermeisten Landesregierungen sei dank - auch in diesem Punkt bislang VÖLLIG versagt!
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