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- 04. Mai 2007 2 Min.
Köln (queer.de) - Auf dem offiziellen Plakat zum CSD Köln 2007 wird der polnische Präsident Lech Kaczynski als krabbelnder Wilder mit Keule dargestellt. Die Kölner Boulevardzeitung "Express" fragte in einem Artikel "Ist das o.k.?" und betitelte die grafische Darstellung des Mottos "homo europaeicus: geht aufrecht!" als "Skandal-Plakat". Es zeigt aufsteigend in der Evolution die Staats- oder Regierungschefs von Polen, Italien, England, Deutschland, Spanien und Holland.
Der Cologne Pride argumentiert, dass so die unterschiedliche Behandlung von Schwulen und Lesben in Europa dargestellt werden soll: "Gerade weil wir nicht im Sinne Darwins abwarten wollen, bis die Kraft der gesellschaftlichen Evolution für die Schwulen und Lesben überall in Europa so einigermaßen angenehme Lebensumstände hervorgebracht hat, wie sie heute schon in den Niederlanden und einigen skandinavischen Ländern Realität sind, fordern wir ihn hier und jetzt für ganz Europa: den Homo Europaeicus, der in allen Ländern des Kontinents aufrecht geht (und dies auch gefahrlos tun kann!)."
Lech Kaczynski wird in dem beistehenden Text auf den Plakat attestiert: "Befindet sich noch in der Krabbel-Phase", während Kanzlerin Angela Merkel schon weiter ist: "Geht bereits recht sicher aufrecht, verharrt aber bisweilen in politischer Bewegungslosigkeit". Vorbildfunktion verkörpert der konservative niederländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende: "Diese Gattung hat den aufrechten Gang so verinnerlicht, dass sie sogar zu Freudensprüngen fähig ist". (dk)
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PS: fehlt das "sponsored by gucci" noch auf dem Entwurf??