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- 07. Mai 2007 1 Min.
Paris (queer.de) - Nach dem klaren Wahlsieg des konservativen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy wird es in Frankreich keine Öffnung der Ehe für schwul-lesbische Paare geben. Sarkozy hatte im Wahlkampf gesagt, er lehne sowohl die Ehe als auch das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ab (queer.de berichtete). Er könne sich aber vorstellen, Schwule und Lesben in Finanzfragen gleichzustellen. Letzten Monat hatte er außerdem den Vatikan den Vatikan scharf angegriffen, weil die katholische Kirche Homosexualität als Sünde bezeichnet (queer.de berichtete). Das sei "schockierend", so der zukünftige Präsident.
Seine unterlegene Gegenkandidatin, die Sozialistin Ségolène Royal, hatte sich für die Öffnung der Ehe ausgesprochen (queer.de berichtete).
In Frankreich gibt es seit 1999 den pacte civil de solidarité (PACS), eine Art Ehe light, den sowohl homo- als auch heterosexuelle Paare eingehen können. Im Wahlkampf selbst spielten Homo-Themen keine Rolle. Statt dessen stritten die Kandidaten vor allem über die Wirtschaftspolitik.
Sarkozy hatte sich bei einer extrem hohen Wahlbeteiligung gestern mit 53 Prozent der Stimmen klar gegen die Sozialistin Royal durchgesetzt. (dk)














