https://queer.de/?6879
- 07. Mai 2007 2 Min.
Am 17. Mai, dem "Internationalen Tag gegen Homophobie", wird in Berlin öffentlich losgeküsst.
Von Carsten Weidemann
Es wird wärmer – und da drückt man am Baggersee oder im Eiscafé seinem Liebsten gerne mal einen Schmatz auf Backe oder Mund. Was bei Heteros gang und gäbe ist, führt bei manchen Homos noch zu Schweißausbrüchen. Denn aus vielen Köpfen unserer werten Mitmenschen ist "Schwulenhass” noch lange nicht gestrichen - so manches gleichgeschlechtliche Liebespärchen muss dumme Bemerkungen oder Schlimmeres über sich ergehen lassen.
Denn nach wie vor werden Homosexuelle, insbesondere schwule Jugendliche und Männer, als "krank” verschmäht. "Schwule Sau!", schallt es auch von unzähligen Schulhöfen: "Was klingt wie der Sound von vorgestern, ist bittere Gegenwart", resümiert das schwule Berliner Antigewaltprojekt "Maneo" die Lage. "Das darf nicht sein! Daher gehen wir hinaus auf die Straße und demonstrieren."
Mit einem Kuss-Marathon wollen die Aktivisten gegen die Intoleranz vorgehen und Gesicht zeigen. Und jeder kann mitküssen: Dabei ist das Geschlecht zweitrangig. Ob Heteros, Homos oder was auch immer – am 17. Mai sollen folgende Orte zur "Maneo-Knutschzone" werden:
Start vor dem alten Köpenicker Rathaus
Köpenick | 12:30 Uhr
Hermannplatz
Neukölln | 13:40 Uhr
Kottbusser Tor
Kreuzberg | 14:10 Uhr
Landsberger Allee, vor dem Velodrom
Lichtenberg | 15:00 Uhr
S-Bahnhof Gesundbrunnen
Wedding | 15:30 Uhr
Kurt-Schumacher Platz
Reinickendorf | 16:00 Uhr
Spandauer Rathaus
Spandau | 16:30 Uhr
Nollendorfplatz
Schöneberg | 17:30 Uhr, mit
18:00 Uhr Ausstellungseröffnung:
"Opfer homophober Gewalt" im Mann-O-Meter (Nollendorfplatz)
Maneo weist noch auf folgendes hin: "Bring einen Kusspartner mit!". Aber wenn nicht, lässt sich sicher noch jemand auftreiben...
7. Mai 2007
Links zum Thema:
» Maneo













