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- 09. Mai 2007 1 Min.
Hamburg (queer.de) - Morgen findet in der St. Georgs-Kirche am Hamburger Hauptbahnhof ab 20 Uhr ein Gedenkgottesdienst für die schwulen Opfer der Verfolgung in Deutschland statt. Anlass ist der 50. Jahrestag einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das die Nazi-Version des Paragrafen 175 gut hieß und erklärte, dass gleichgeschlechtliche Betätigung "eindeutig gegen das Sittengesetz" verstoße. Die Predigt wird Bischöfin Maria Jepsen halten. Jepsen beklagte nach Angaben der Nachrichtenagentur epd, dass biblische Worte viel zu lange gegen Schwule ausgelegt worden seien. Heute habe die Kirche jedoch "endlich begriffen, dass Gott auch die Homosexuellen geschaffen hat und liebt".
Michael Neumann entschuldigt sich im Namen der SPD
Der Hamburger SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Neumann will sich der epd zufolge beim Gottesdienst für die Rolle seiner Partei bei der Homo-Verfolgung entschuldigen. In Hamburg ist in den 50er und 60er Jahren gegen 100.000 Schwule ermittelt worden. Für den Senat spricht Staatsrat Dietrich Wersich (CDU) ein Grußwort.
Der Lesben- und Schwulenverband wird morgen anlässlich des Jahrestages eine Mahnwache vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe abhalten (queer.de berichtete). (dk)
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Die katholische Kirche hat das noch lange nicht akzeptiert und wird das wohl auch nie akzeptieren!
Übrigens: Wenn die Evangelen es wirklich ernst meinen, dann können sie doch schwule und lesbische Paare genauso verheiraten wie Heteros. Dann hätten sie schon mal 2 Mitglieder mehr (meinen Freund und mich)! Aber leider reden sie zwar nicht so schlimm wie die Katholiken, aber uns trauen tun sie dann doch nicht, was dann auch wieder Diskriminierung bedeutet...