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- 10. Mai 2007 2 Min.
Stuttgart (queer.de) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schreibt nicht wie noch im vergangenen Jahr ein Grußwort für den CSD in Stuttgart. Das gaben die Veranstalter heute bekannt. Die Kanzlerin ließ über ihr Büro mitteilen, dass sie diesmal nichts zur ehrenamtlichen Veranstaltung beitragen könne: "Sie erhält so viele Bitten um Grußworte oder Textbeiträge, dass sie diesen aus Gründen der Gleichberechtigung nicht regelmäßig nachkommen kann," schreibt Doris Marquardt, Referentin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Bundeskanzleramts, in Merkels Auftrag dem CSD-Gesamtleiter Christoph Michl. "Unverständlich und mehr als schade", findet Michl die Entscheidung der Kanzlerin. "Erneut wird eine Chance verpasst, zumindest ein symbolisches Zeichen für die homo-, bi- und transsexuellen Menschen zu setzen, wenn schon die dringend notwendige Gleichstellung von Lesben und Schwulen in Deutschland nur zögerlich voran kommt." Die Veranstalter glauben, dass der Druck der Konservativen dieses Jahr zur Absage geführt hat. So protestierte 2006 die Evangelische Allianz gegen "diese Art aktiver Unterstützung von Homosexualität und Lesbentum" (queer.de berichtete).
Oettinger schweigt noch immer
Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) möchte wie im vergangenen Jahr (queer.de berichtete) kein Grußwort an die CSD-Teilnehmer richten. Dagegen hat der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) wieder einen Beitrag verfasst: "Eine bunte Menge Menschen steht für Vielfalt in Stuttgart, und jeder ist ein Teil des Ganzen dieser Stadt", so der OB.
Der CSD steht dieses Jahr unter dem Motto "Teil des Ganzen". Schirmherr ist der grüne Europaabgeordnete Cem Özdemir (queer.de berichtete). (pm/dk)















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