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- 10. Mai 2007 2 Min.
Warschau (queer.de) - Der polnische Präsident Lech Kaczynski wird ein von US-Fundamentalisten organisiertes Treffen eröffnen. Zum "Weltkongress der Familien", der von Freitag bis Sonntag in Warschau stattfindet, werden über 2.500 Teilnehmer erwartet.
"Europa ist fast verloren – an den demografischen Winter und an die weltlich orientierten Menschen", erklärt die Kongress-Broschüre. "Wenn Europa vorangeht, folgt der Rest der Welt. Fast ohne Verbündete tritt nur noch Polen für starken Glauben und starke Familien ein". Organisator Allan Carlson sagte, auch einige kleinere Staaten wie Kroatien, die Slowakei und Lettland leisteten noch Widerstand. "Sie wehren sich gegen den Druck der EU, die das schwedische Modell durchsetzen will – die laizistische, postfamiliäre Ordnung." Auf dem Kongress geht es neben Homosexualität hauptsächlich um die abnehmende Zahl der Kirchenbesuche sowie um den Geburtenrückgang in Europa.
An der Veranstaltung sollen auch ein offizieller Vertreter des Vatikans sowie eine US-Staatssekretärin teilnehmen, was zu einem Protestschreiben von 19 Europaabgeordneten geführt hat.
Veranstalter des Kongresses sind vor allem evangelikale politische Gruppen, die traditionell vor den Gefahren einer sich ausbreitetenden Homosexualität warnen. Dazu gehören die American Family Association, Concerned Women for America und Focus on the Family.
Viele protestantische Fundamentalisten glauben, dass die Europäische Union eine in der Bibel vorausgesagte Neuauflage des Römischen Reiches ist, aus der der Antichrist herovrgehen wird. Sie stehen daher der EU äußerst kritisch gegenüber. (dk)
Links zum Thema:
» World Congress of Families















Komisch das Polens Staatschef immer dabei sein muß, aber er tut sich ja gern den Amis anbietern.