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  • 10. Mai 2007 63 2 Min.

Warschau (queer.de) - Der polnische Präsident Lech Kaczynski wird ein von US-Fundamentalisten organisiertes Treffen eröffnen. Zum "Weltkongress der Familien", der von Freitag bis Sonntag in Warschau stattfindet, werden über 2.500 Teilnehmer erwartet.

"Europa ist fast verloren – an den demografischen Winter und an die weltlich orientierten Menschen", erklärt die Kongress-Broschüre. "Wenn Europa vorangeht, folgt der Rest der Welt. Fast ohne Verbündete tritt nur noch Polen für starken Glauben und starke Familien ein". Organisator Allan Carlson sagte, auch einige kleinere Staaten wie Kroatien, die Slowakei und Lettland leisteten noch Widerstand. "Sie wehren sich gegen den Druck der EU, die das schwedische Modell durchsetzen will – die laizistische, postfamiliäre Ordnung." Auf dem Kongress geht es neben Homosexualität hauptsächlich um die abnehmende Zahl der Kirchenbesuche sowie um den Geburtenrückgang in Europa.

An der Veranstaltung sollen auch ein offizieller Vertreter des Vatikans sowie eine US-Staatssekretärin teilnehmen, was zu einem Protestschreiben von 19 Europaabgeordneten geführt hat.

Veranstalter des Kongresses sind vor allem evangelikale politische Gruppen, die traditionell vor den Gefahren einer sich ausbreitetenden Homosexualität warnen. Dazu gehören die American Family Association, Concerned Women for America und Focus on the Family.

Viele protestantische Fundamentalisten glauben, dass die Europäische Union eine in der Bibel vorausgesagte Neuauflage des Römischen Reiches ist, aus der der Antichrist herovrgehen wird. Sie stehen daher der EU äußerst kritisch gegenüber. (dk)

-w-

#1 uranusAnonym
  • 10.05.2007, 16:46h
  • Es ist schon ineteressant was manche Christen so glauben. Das Römische Reich war in vielen Dingen moderner als die Kirche.
    Komisch das Polens Staatschef immer dabei sein muß, aber er tut sich ja gern den Amis anbietern.
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#2 FloAnonym
  • 10.05.2007, 17:01h
  • 'Wundert mich nicht: Dummheit sucht immer andere Dummheit!

    Was nur schlimm ist: die EU hat bei der Aufnahme Polens wirtschaftliche Interessen über Grundrechte gestellt und diese kurzsichtigen Politiker werden irgendwann die EU (die mal eine gute Idee war) auf dem Gewissen haben...
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#3 ChristAnonym
  • 10.05.2007, 17:37h
  • Hallo ihr lieben Nutzer!

    Ich lese mir mehr oder weniger regelmäßig die Artikel auf ihrer Homepage durch. Heute ringe ich mich dazu durch, sie ehrlich was zu fragen, und ich hoffe auf eine ehrliche, faire Antwort.
    Ich selbst bin ein Christ, was für mich bedeutet, dass ich mich an die Bibel halte, weil ich davon überzeugt bin, dass Gott als der Schöpfer des Menschen den besten Plan für das Leben eines Menschen hat. Ich glaube auch, dass Gott bewusst die Ehe geschaffen hat, da sie eine auf Dauer angelegte Gemeinschaft ist, in der Liebe weitergegeben werden kann. Gleichzeitig dient die Ehe zwischen Mann und Frau auch der Weitergabe des Lebens ( was aber nicht unbedingt an erster Stelle stehen muss). Meine Eltern haben mir eine glückliche Ehe vorgelebt, wir hatten eine glückliche Kindheit und genau dasselbe wünsche ich mir auch persönlich für meine Zukunft. Natürlich sind sie anderer Ansicht und das akzeptiere ich auch. Dies war nur zu meinem Grundverständnis.
    Ich frage sie, warum sie nicht verstehen können, dass Menschen, die der Ansicht sind, dass Homosexualität "wider den von Gott gedachten Plan" ist, auch akzeptieren können und mit Schlagworten wie "Hass- Kongress" hetzen müssen. Ich kann nicht beurteilen, was auf dem Kongress verkündigt wird, und vielleicht ist es wirklich Hass, was ich bedauern würde.Meine Einstellung als demokratischer Mensch ist folgende:

    Ich selbst kann aus meiner christlichen Überzeugung Homosexualität nicht akzeptieren. Die Frrage ist jetzt, wie ich damit umgehe. Ich selbst halte es so, dass ich homosexuelle Menschen mit der gleichen Würde behandle, wie jeden Menschen. Ich werde auch niemals verächtliche Worte gegen Homosexuelle benutzen, da mir diese Menschen im Endeffekt nur Leid tun. Meine Frage ist letztendlich, was sie unter "Toleranz" vestehen. Meine Vorstellung hiervon erläutere ich ihen am Besten an einem persönlichen Beispie. Ich habe einen Onkel, der homosexuell ist und l mit einem festen Partner zusammenebt. Ich unterhalte mich gerne mit meinem Onkel, respektiere und schätze ihn sehr. Gleichzeitig habe ich ihm aber auch gesagt, dass ich aus meiner christlichen Sicht seine Lebensform nie gutheißen kann. Er akzeptiert das, und wir verstehen und ansonsten sehr gut. Die Fronten sind sozusagen geklärt. Aber der Großteil ihrer Gruppe scheint ein anderes Toleranzverständnis zu haben. Nämlich ein solches, dass jeder, der nicht die Ansicht teilt, dass Homosexualität völlig normal ist, bereits intolerant ist. Ich möchte sie an dieser Stelle nochmals auf die ursprüngliche Definition von Toleranz verweisen: Eine Meinung akzeptieren und respektieren, ohne sie jedoch zu teilen. Genau das ist es, was ich tue. Daher bin ich tolerant. Ich wüte nicht gegen Homosexuelle, ich rufe nicht zum Hass auf, aber ich sage klar, dass ich es als falsch betrachte, einen homosexuellen Lebensstil zu führen. Jetzt sehe ich aber, dass der Großteil der Homosexuellen intolerant ist, da er mir sozusagen die Meinung verbieten will, dass Homosexualität unnatürlich ist. Können sie nicht zwischen einer Meinung unterscheiden und den Konsequenzen, die man daraus zieht Ich gehe nicht gegen Schwule auf ddie Straße oder mache sie lächerlich. Aber ich habe meine Meinung und zu der stehe ich. Hierfür werde ich immer mehr dem Vorwurf der intoleranz ausgesetzt. Daher meine Frage: Gibt es Leute in dieser Plattform, die mit meiner Einstellung leben können, ohne mich als Hassprediger zu verurteilen. Ich "predige" keinen Hass, sondern ich akzeptiere ihren Lebensentwurf, äußere aber ebenso klar meine Meinung, dass ich Homosexualität als gegen Gottes Plan empfinde. Gibt es hier Leute, die tolerant genug sind, um diese Einstellung zu akzeptieren. Oder verschreien mich alle als intolerante Hassprediger?

    Ich bitte um eine ehrliche Antwort.
    Gottes Segen ihnen.
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