https://queer.de/?6903
- 11. Mai 2007 1 Min.
Genf (queer.de) - Schwule und Lesben gehören zu den am meisten diskriminierten Gruppen am Arbeitsplatz. Das ist das Ergebnis einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Neben Homosexuellen führt der Bericht auch Behinderte und HIV-Infizierte als Opfer von Benachteiligungen und Anfeindungen an. Am meisten betroffen seien weltweit die Frauen.
"Es ist schlimm zu sehen, dass es überall auf der Welt, unabhängig vom Reichtum oder dem politischen System, Diskriminierung anzutreffen ist", erklärte Manuela Tomei, Autorin der 127 Seiten starken Studie. "Diskriminierung ist eine unendliche Geschichte menschlicher Natur. Aber es ist etwas, das die Gesellschaft nicht länger hinnehmen kann."
Diskriminierung gegen Schwule und Lesben sei "erst vor kurzem als nicht hinnehmbar erkannt worden", erklärte Tomei. Sie kritisierte, dass Homosexualität nach wie vor in 75 Ländern der Erde bestraft werde. Auch seien meist illegale Aids-Tests bei Bewerbungen "extrem verbreitet", so Tomei. (dk)
Links zum Thema:
» Bericht als PDF-Datei (auf Englisch)














