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Helsinki (queer.de) - Marija Šerifovic hat für Serbien den 52. Eurovision Song Contest gewonnen. Die Schmachtballade "Molitva" ("Gebet") hat klar vor der Ukraine und Russland den Contest für sich entschieden.

Lesben- und Transenthemen schnitten dieses Jahr besonders erfolgreich ab: Die äußerst tough wirkende Šerifovic hat ihren Auftritt umringt von fünf gutaussehenden Frauen durchgeführt, so dass Thomas Hermanns in der After-Show bereits einen lesbischen Sieg verkündete. Die Russen haben sich mit einer offensichtlichen T.A.T.U.-Kopie die Bronze-Medaille geholt. Und die Ukraine hatte mit Transen-Nonsesense-Pop einen sehr witzigen Auftritt hingelegt und wurde mit dem zweiten Platz belohnt.

Roger Cicero kam mit seinem Swing-Song "Frauen regier'n die Welt" auf einen enttäuschenden 19. Platz von 24 Teilnehmern.

Nach der Show wurden Stimmen laut, die eine Änderung des Votings fordern, da sich vor allem die osteuropäischen Länder äußerst solidarisch unternanter verhielten. Unter den ersten 16 Ländern waren 14 ehemalige Ostblock-Staaten vertreten. Ansonsten ergatterten nur Griechenland und die Türkei vordere Plätze. Mit Deutschland, England, Frankreich und Spanien landeten die vier großen Geldgeber des Contests allesamt im hinteren Viertel - wobei dies bei so manchem Song wie dem äußerst peinlichen britischen Auftritt auch kein Wunder war. Was die "beleidigten Leberwürste im Westen" ("Focus") nun konkret für Änderungen vorschlagen werden, ist noch völlig offen. (dk)

-w-

#1 GescheAnonym
  • 13.05.2007, 10:50h
  • Auch wenn die Punktevergaben im Osten etwas nervig sind, so hat Serbien doch verdient gewonnen mit einer wunderbaren Ballade gesungen in der Muttersprache! Glückwunsch!
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#2 madridEUAnonym
  • 13.05.2007, 11:42h
  • @gesche: Serbien war mit dieser wunderschönen Ballade von Anfang an der Favorit unserer alljährlichen GrandPrix-Party, die wir ausgelassen bei Wein,Kerl und Gesang mit schwulen Freunden stets in meinem Hause feiern. Da man nicht erwarten kann, dass wir serbo-kroatisch verstehen, war uns der Text egal. Den deutschen, britischen und spanischen Beitrag fanden wir schon vom Rhythmus her höchst langweilig, wenn nicht peinlich, was durch die nichtssagenden Texte noch verschlimmert wurde. Alles andere hat Spass gemacht und wir werden es noch verschmerzen, dass wir nur die Geldgeber sind.
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#3 JürgenAnonym
  • 13.05.2007, 13:49h
  • Die Gewinnerin war für mich zwar nicht die schlechteste Darbietung, aber auch lange nicht die Beste.

    Meine Favoritin war ja die Ungarin mit ihrem selbstgeschriebenen Blues. Das war eine starke Nummer und vor allem ging es da nur um die Musik, keine Trickkleider und Effekte, kein Zeigen von viel Haut, keine wilden Tanzeinlagen, einfach nur gute Musik.

    Okay, die Geschmäcker sind verschieden, aber manche Nummern, die aus dem Semifinale weitergekommen sind, waren deutlich schlechter als z.B. Holland und Dänemark, die beide im Semifinale ausgeschieden sind.

    Das Votingsystem ist offenbar nicht dafür gemacht, dass Dutzende Kleinstaaten mit ähnlichem Geschmack mehr Gewicht haben als ganz Westeuropa... (so sehr ich es auch gerade diesen Staaten gönne, aber musikalisch ist da leider viel Schlechtes dabei gewesen.)
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