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- 13. Mai 2007 2 Min.
Helsinki (queer.de) - Marija Šerifovic hat für Serbien den 52. Eurovision Song Contest gewonnen. Die Schmachtballade "Molitva" ("Gebet") hat klar vor der Ukraine und Russland den Contest für sich entschieden.
Lesben- und Transenthemen schnitten dieses Jahr besonders erfolgreich ab: Die äußerst tough wirkende Šerifovic hat ihren Auftritt umringt von fünf gutaussehenden Frauen durchgeführt, so dass Thomas Hermanns in der After-Show bereits einen lesbischen Sieg verkündete. Die Russen haben sich mit einer offensichtlichen T.A.T.U.-Kopie die Bronze-Medaille geholt. Und die Ukraine hatte mit Transen-Nonsesense-Pop einen sehr witzigen Auftritt hingelegt und wurde mit dem zweiten Platz belohnt.
Roger Cicero kam mit seinem Swing-Song "Frauen regier'n die Welt" auf einen enttäuschenden 19. Platz von 24 Teilnehmern.
Nach der Show wurden Stimmen laut, die eine Änderung des Votings fordern, da sich vor allem die osteuropäischen Länder äußerst solidarisch unternanter verhielten. Unter den ersten 16 Ländern waren 14 ehemalige Ostblock-Staaten vertreten. Ansonsten ergatterten nur Griechenland und die Türkei vordere Plätze. Mit Deutschland, England, Frankreich und Spanien landeten die vier großen Geldgeber des Contests allesamt im hinteren Viertel - wobei dies bei so manchem Song wie dem äußerst peinlichen britischen Auftritt auch kein Wunder war. Was die "beleidigten Leberwürste im Westen" ("Focus") nun konkret für Änderungen vorschlagen werden, ist noch völlig offen. (dk)
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