https://queer.de/?6918
- 15. Mai 2007 2 Min.
Lake Geneva (queer.de) - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Tommy Thompson hat eine homophobe Bemerkung während einer Fernsehdebatte damit erklärt, dass er dringen aufs Klo musste und sein Hörgerät nicht funktionierte. In der Sendung war er vom NBC-Moderator gefragt worden: "Wenn ein privater Arbeitgeber Homosexualität für unmoralisch hält, sollte er einen schwulen Mitarbeiter feuern dürfen?" Thompson antwortete: "Ich denke, das sollte dem Arbeitgeber überlassen bleiben." Daraufhin wurde er auch von Republikanern kritisiert, die auf bestehende Antidiskriminierungsgesetze in Bundesstaaten hinwiesen.
Thompson entschuldigte sich beim Landesparteitag der Republikaner in Wisconsin: "Ich war sehr krank am Tag der Debatte. Ich hatte alle Probleme, die man bei einer Erkältung hat, und musste auch dauernd auf die Toilette. Ich wartete nur auf das Ende der Sendung, um endlich zur Toilette rennen zu können." Kurz nach der Debatte hatte Thompson bereits gesagt, dass die Batterie in seinem Hörgerät leer gewesen sei und er deshalb die Fragen nicht richtig verstanden habe.
Der "Klo-Zwischenfall" war nicht der erste Ausrutscher in Thompsons Bewerbung. Er hatte zuvor für Aufregung unter jüdischen Gruppen gesorgt, als er behauptete, dass Geldverdienen "Teil der jüdischen Tradition" sei. Der 65-Jährige rechnet sich aber nach wie vor Siegeschancen aus.
Thompson war 14 Jahre Gouverneur von Wisconsin und danach vier Jahre lang Bundesgesundheitsminister unter George W. Bush. (dk)
Links zum Thema:
» Thompsons Wahlseite












