Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?6925

Wilna (queer,.de) - Litauische Busfahrer weigerten sich, Linienbusse zu fahren, weil diese mit einer Anzeige beschriftet waren, die zur Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen aufrief. Das berichtet die Zeitung "Leituyos Rytas". Die Busgesellschaft hat die Werbung daraufhin entfernt. Die Anzeigen lauteten "Ein Schwuler kann auch Polizist sein" und "Ein Lesbe kann in der Schule arbeiten." Algirdas Krivickas, Chef der Busgesellschaft, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: "Manche Busfahrer sagten, sie hätten Angst gehabt, dass ihr Bus von Chaoten beschädigt werden könnte. Andere wollten nicht, dass Freunde über sie lachen." Die Anzeigen wurden von der Homo-Gruppe LGL aufgegeben. Die 5.000 Euro teure Kampagne wurde finanziell von der EU und der litauischen Regierung unterstützt. (dk)



#1 FloAnonym
  • 16.05.2007, 15:41h
  • Dass in Litauen polnische Verhältnisse herrschen ist nichts neues, aber mich schockiert doch, dass Busfahrer ihrem Arbeitgeber vorschreiben können, welche Werbung auf den Bussen ist.

    Und die EU sieht wieder mal zu: sie unterstützt (mit unserem Geld) zwar eine Kampagne, aber wenn diese dann durch Druck ewiggestriger eingestellt wird, schweigt sie dazu.

    Wann macht die EU den neuen Ostmitgliedern endlich klar, dass sie nicht nur für wirtschaftliche Vorteile die EU nutzen können, sondern sich als (leider viel zu früh aufgenommene) EU-Mitglieder auch an europäische Grundrechte zu halten haben!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 madridEUAnonym
  • 16.05.2007, 17:19h
  • Wer einmal das Baltikum bereist hat, wird sich wundern, dass Homo-Werbung heute überhaupt öffentlich platziert werden kann.
    Schwule Klubs sind weder in Tallin,Riga noch Vilnius auf Anhieb zu finden, weil sie versteckt und verschämt nicht auf sich aufmerksam machen mögen. Man spürt unaufgeklärte Dumpfheit an allen Ecken und Enden. Schon im Hotel kommen sie neugierig gelaufen, um sich schwul-lesbische Pärchen an der Rezeption nicht entgehen zu lassen, die auch noch ein Doppelbett verlangen. Ansonsten denke ich gern an diese schönen und so lange vergessenen Länder mit ihren netten Menschen zurück, wenn ich die Homophobie einmal ausklammere. Gut Ding will Weile haben !
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MikusAnonym
  • 17.05.2007, 06:05h
  • Tja, so ist das in Ländern, wo man Homosexualität ungestraft als "reine Korruption auf sexuellem Gebiet und unnatürliche Art von Prostitution" bezeichnen darf (so der lett. Kardinal Pujats vor einigen Tagen!). Neueste Idee von Herrn Pujats: eine Volksbefragung zur Homosexualität. Dieser Hetzer rief bereits für den 3. Juni (Tag des Toleranzmarsches von Schwulen, Lesben und Menschenrechtsorganisationen) zu einem Marsch der Intoleranz auf.
  • Antworten » | Direktlink »