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Beim ARD-Fernsehmagazin Polylux dreht sich diesmal alles um schwule Lebensweisen.

Von Carsten Weidemann

Tita von Hardenberg moderiert wöchentlich das ARD-Magazin "Polylux", das sowohl im Ersten als auch bei Eins Festival, 3 Sat und im RBB gesendet wird. In der aktuellen Ausgabe beschäftigt sie sich mit Homo-Themen:

Nebenberuf: Callboy
Um sich ihr Gehalt aufzubessern oder ihr Studium zu finanzieren, holen sich immer mehr Männer nach Feierabend Freier ins Haus. Durch Internet-Portale wie "Gayromeo" wird die Hemmschwelle herabgesetzt: Es ist nur noch ein Klick von der Promiskuität zur Prostitution. Erster Effekt des Callboy-Booms: Die Preise sind so niedrig wie noch nie.

Fightclub: Sollten schwule Paare Kinder großziehen?
Pro: Natürlich! Schließlich kommt es auf die Liebe zum Kind an und nicht welches Geschlecht die Eltern haben! Polylux besucht eine glückliche Familie mit Papa, Papa und Kind.

Kontra: Regenbogenfamilien sind eine feine Sache für die Eltern aber schädlich für die Kinder, und um die sollte es gehen. Welche psychologischen Konsequenzen das Fehlen der Mutter und die ständige Ausgrenzung in der Klasse haben, ist kaum abzusehen.

Allein unter Heteros
Auch im Jahr 2007 gehört noch jede Menge Mut dazu, sich auf dem Land zu outen. Polylux besucht einige der wenigen Schwulen in der brandenburgischen Provinz und landet in einer Atmosphäre, die eher an Adenauerzeit als an 21. Jahrhundert erinnert. Sogar die Angst vor körperlichen Übergriffen gehört hier zum Alltag.

Schwul in Israel
Die Schwulenbewegung in Israel setzt sich über den Palästinenserkonflikt hinweg und ist damit ungewollt hochpolitisch. Das belegt der Film "The Bubble", der zur Zeit für Furore sorgt, eindrucksvoll.

Lack und Leder im Second Life
Das tut weh: Im Internet geben sich animierte Homo-Avatare gegenseitig die Knute.

Sendetermine
Do. 17.5. 22:15 Uhr, Eins Festival

Do./Fr. 17./18.5. 0:15 Uhr, Das Erste

Fr. 18.5. 3:30 Uhr, Eins Festival

Fr. 18.5. 23:45 Uhr, Eins Festival

Fr./Sa. 18./19.5., 0:00 Uhr, RBB

Sa. 19.5. 11:45 Uhr, 3 Sat



11 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 17.05.2007, 14:14h
  • "Regenbogenfamilien sind eine feine Sache für die Eltern aber schädlich für die Kinder, und um die sollte es gehen. Welche psychologischen Konsequenzen das Fehlen der Mutter und die ständige Ausgrenzung in der Klasse haben, ist kaum abzusehen."

    Dieses immer wieder vorgetragene, inzwischen aber durch eine Vielzahl sozialpsychologischer Studien klar widerlegte Vorurteil allen Ernstes als "Argument" ins Feld zu führen, ist eine bodenlose Frechheit!!!

    Andere Länder wie die Niederlande und Spanien haben es ja auch schon lange begriffen und zum Wohle der Kinder neben der Öffnung der Ehe auch das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare verwirklicht.

    Wenn sich übrigens jemand an der Diskriminierung Homosexueller in dieser Gesellschaft stört, dann soll er gefälligst alles tun, um diese Diskriminierung endlich zu beenden und sie nicht als Pseudo-Argument gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare verwenden.
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#2 FelixAnonym
  • 17.05.2007, 14:57h
  • @Sascha:
    Polylux betrachtet im "Fightclub" kontroverse Themen immer von zwei Seiten. Und warte doch erstmal ab, was für Argumente ausgeführt werden.
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#3 SaschaAnonym
  • 17.05.2007, 15:37h
  • @Felix:

    Das ist aber KEIN "Argument", und sollte daher auch nicht als solches kommentar- und kritiklos in den Raum gestellt werden - noch dazu in einer derart zynischen und tendenziösen Weise!

    Ebenso könnte man auch "Agumente" dafür anführen, warum Juden oder Menschen mit migrantischem Hintergrund keine Kinder keine Kinder adoptieren sollten! Die betreffende Aussage ist in dieser Form mindestens faschistoid und daher nicht akzeptabel!
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#4 hwAnonym
  • 17.05.2007, 16:00h
  • @ felix

    ...na ja, das embedded in die zweit-seiten-nummer funktioniert ja heute so...ich stelle zu was dummen noch was dümmeres bei und in der mitte soll irgendiwe die wahrheit lügen.
    ..und wie ich diese lichtgestalten der modernsten aller modernen so sehe,
    malen die strunzfaul ab, was im sender schon da ist. halt plastik. polyester heißt jetzt polylux.
    die maischberger hatte da nach ihrem großen wurf schon zwei damen, die sehr
    gesichtsexpressiv erklärten, dass nur in äußerster not und pein, quasi zähneknirschend andere als die konservativen lösungen angedacht werden sollten. es soll unter schwulen menschen geben, die kinder so gar nicht mögen...
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#5 DavidAnonym
  • 17.05.2007, 16:08h
  • Sicher ist das kontrovers.
    Aber das Märchen von den fehlenden Mutter (oder Vater) wird doch allein dadurch widerlegt, das alleinerziehende Elternteile Realität sind, und da stört man sich seltsamerweise NICHT daran, das ein Teil (meist der Vater) fehlt.
    Lebt dann das Elternteil mit einem gleichgeschlechtlichen Partner zusammen, ja dann soll auf einmal Mutter oder Vater fehlen und man nimmt Anstoss daran.
    Es könnte doch genausogut Tante oder Oma sein, die mit im Haus leben und das Kind miterziehen. Ist doch auch gleichgeschlechtlich, oder???
    Wie verlogen.
    Dann müsste ja ein Grossteil der heute ca. 62-70 Jährigen ja einen ziemlich Schaden haben, weil die Väter im Krieg gefallen sind...
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#6 GeorgiosAnonym
  • 18.05.2007, 02:00h
  • BRAVO DAVID

    Mehr muss man dazu echt nicht sagen, denn deine Ausführungen wiederlegen alle Contra "Argumente"!
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#7 SaschaAnonym
  • 18.05.2007, 13:44h
  • @Georgios:

    Schön, aber mein Problem besteht vor allem darin, dass solche plumpen, grob verunglimpfenden Lügen überhaupt noch als "Argumente" ins Feld geführt werden, und zwar in diesem Fall von Vertretern des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

    Das ist der Skandal, über den wir hier reden sollten.
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#8 wolfAnonym
  • 18.05.2007, 17:37h
  • wunderbar, dass solche sendungen dieses thema behandeln. man kann gar nicht oft genug berichten um eine gewisse normalität herzustellen.
    die einzelnen argumentationen sind hierbei zweitrangig, denn wenn die gesetzlichen grundlagen endlich mal geschaffen würden, wären viele scheinargumente vom tisch.
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#9 tuxAnonym
  • 20.05.2007, 18:14h
  • Hm, fand die Sendung garnicht so schlecht. Besonders gefiel mir der Beitrag über Israel, mit einem Araber, der zwar Hete ist, aber in dem Film den Schwulen(und passiven) Lover eines Juden spielt.

    Und, die Geschichten über Schwule in der Provinz.
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#10 SaschaAnonym
  • 21.05.2007, 00:08h
  • @tux:

    Es geht nicht darum, ob die Sendung nun in deinen Augen "gut" oder "schlecht" war, sondern darum, dass in der Pressemitteilung ein beleidigendes und verunglimpfendes Vorurteil, das durch unzählige sozialpsychologische Studien bereits klar widerlegt wurde, kommentar- und kritiklos als "Argument" ins Feld geführt wurde.

    Warum hat man in der Pressemitteilung nicht auf die existierenden Studien und die Erfahrungen anderer Länder (schließlich sind nicht alle Länder so rückständig wie Deutschland!) hingewiesen???
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