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  • 22. Mai 2007 8 1 Min.

Wilna (queer.de) - Der für Samstag geplante CSD in der litauischen Hauptstadt Wilna ist vom Stadtrat einstimmig verboten worden. Die "Rainbow Days" dürfen nur im Saal stattfinden, da außerhalb nicht für die Sicherheit der Teilnehmer garantiert werden könne, so die Begründung. Im Internet sei mit Gewalt gedroht worden.

Bürgermeister Juozas Imbrazas unterstützt das Vorgehen des Rates: "Ich habe nichts gegen die Hobbys bestimmter Leute. Die sollen sie aber innerhalb ihrer eigenen Wände ausüben."

Der CSD war auch von der Europäischen Union unterstützt worden – auf der Parade sollte ein Antidiskriminierungswagen der EU mitfahren. Die EU-Vertretung in Wilna kritisierte sogleich das Verbot: "Die Entscheidung der städtischen Behörden zeigt, wie viel noch getan werden muss, um die Haltung und das Verhalten gegenüber diskriminierten Gruppen zu verhindern", sagte ein Sprecher nach Angaben der AFP.

Bereits im Vorfeld des CSD kam es zu Spannungen: So wurde eine Werbung für die Veranstaltung auf öffentlichen Bussen wieder entfernt, nachdem Busfahrer protestiert hatten (queer.de berichtete).

Eine Mehrheit der Abgeordneten des litauischen Parlaments hält einer Studie zufolge Homosexualität für eine Perversion (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Eberhard ZastrauAnonym
  • 22.05.2007, 13:53h
  • Wie wäre es, wenn zahlreiche europäische Politiker am Wochenende - jeder für sich oder allenfalls in Kleingruppe - durch die Straßen von Vilnius spazieren gehen und mit den litauischen Bürgern über Menschenrechte diskutieren?
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#2 hwAnonym
#3 josefAnonym
  • 22.05.2007, 16:52h
  • das braucht noch 1-2 generationen bis die menschen in polen, russland, estland und so weiter bis die soweit sind,das sie homo und lesben akzeptieren können.der kommunismus hat dort viel zerstört und viel hass gesät.
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