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- 22. Mai 2007 1 Min.
Warschau (queer.de) - Der polnische Bildungsminister Roman Giertych hat CSD-Teilnehmer in Warschau als "widerliche Päderasten" beschimpft. Das Wort wird in Polen als abwertender Ausdruck für Schwule verwendet, bedeutet aber im allgemeinen Sprachgebrauch auch Kinderschänder. Bei der "Parade der Gleichheit" hatten am Samstag in der Hauptstadt mindestens 4.000 Aktivisten protestiert, unter ihnen auch mehrere Bundestags- und Europaabgeordnete (queer.de berichtete). "Diese widerlichen Päderasten haben versucht, uns ihre Propaganda aufzuzwingen", sagte der Politiker der "Liga polnischer Familien", der auch stellvertretender Regierungschef ist, nach dem CSD. Er nahm auch am Sonntag an der Gegenveranstaltung "Marsch für Leben und Familie" teil, bei der rund 600 Menschen in Warschau gegen Homosexuelle protestierten. Homo-Gruppen wollen nun den Minister wegen Verunglimpfung verklagen. (dk)
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» siehe auch: Homo-Gurke für Roman Giertych















"Pederasta" ist das polnische Wort für Homosexuellen.Es gibt ein Urteil eines Gerichts aus Danzig letztez Jahr, dass die Korrektheit dieser Bezeichnung bestätigt.Auch die Sprachwissenschaftler haben daran nichts auszusetzen.Damit ist nciht Pädophiler gemeint, um MIssverständnisse auszuräumen.