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  • 22. Mai 2007 44 3 Min.

Der Bildungsminister ist der Scharfmacher in Polens Regierung. Er macht Millionen von Schwulen und Lesben das Leben zur Hölle.

Von Dennis Klein

Man hört ja so einiges Haarsträubendes von unseren polnischen Nachbarn. Allerdings erscheinen selbst die Kaczynski-Brüder, die den Posten des Staats- und Regierungschefs in alter Tradition unter sich aufgeteilt haben, lammfromm im Vergleich zu Bildungsminister Roman Giertych. Der 36-jährige nationalkatholische Emporkömmling ist dafür verantwortlich, dass zukünftig nicht mehr über Homosexualität in Polens Schulen geredet werden darf. Auch Aids-Aufklärung rückte er in die Nähe der "Schwulenpropaganda", die vor allem vom bösen Ausland gesteuert werde.

Seine Einschüchterungen zeigen bereits Wirkung: An Polens Schulen herrscht Atmosphäre der Angst – vor allem unter liberal eingestellten Lehrern. Wer auch nur den Anschein macht, eine Homosexualität nicht für das schlimmste Vorkommnis seit der biblischen Vertreibung aus dem Paradies zu halten, riskiert seinen Job. Den jugendlichen Schülern wird Schwulenhass von Amtswegen eingetrichtert.

Schwule sollen in "Umerziehungslager"

Giertych hat ohnehin eigene Ideen, was mit Schwulen geschehen soll: Einmal sagte er, sie sollten in "Umerziehungslager" geschickt werden. Zuletzt schüttete er noch mehr Öl ins Feuer, als er die Teilnehmer des CSDs zu "widerlichen Päderasten" abstempelte (queer.de berichtete).

Giertych ist ein echter Überzeugungstäter: Als 18-Jähriger gründete er in Posen die rechtsextremistische "Allpolnische Jugend", die besonders gegen Juden und Schwule agitieren und regelmäßig CSD-Teilnehmer einschüchtern und zusammenschlagen, während sie "Homos ins Gas" grölen. Doch Schwule können sich auch außerhalb der CSD-Saison nicht vor den kurzgeschorenen jungen Männern der Organisation sicher fühlen: Sie lauern Homosexuellen vor Kneipen oder in Parks auf prügeln ohne Vorwarnung auf sie ein, wie Opfer immer wieder berichten.

Giertych ist inzwischen in höhere Sphären aufgestiegen. 2001 war er Mitbegründer der Partei "Liga polnischer Familien", die alles Unkatholische und Unpolnische bekämpfen will. Zu beiden Gruppen gehören natürlich allen voran wieder Schwule. In der turbulenten Phase der letzten Jahre, in der es vielen Polen wirtschaftlich immer schlechter ging, erreichte seine Partei bei Parlamentswahlen rund 8 Prozent der Stimmen, bei der Europawahl kam sie sogar auf 16 Prozent.

Giertych kämpft mit Hass-Attacken ums politische Überleben

Doch der Höhenflug scheint erst einmal beendet: Seine "Liga polnischer Familien" steht mit dem Rücken an die Wand. Meinugsumfragen zufolge würde sie klar an der Fünfprozenthürde scheitern und damit den Einzug in die Sejm verpassen – und das trotz einer noch nie dagewesenen Kampagne, in der gegen alles Stimmung gemacht wurde, was Ressentiments unter einfach gestrickten Wählern schüren könnte: Da geht es gegen Deutschland, die Abtreibung und vor allem gegen "Päderasten".

Die polnischen Wähler haben es nun in der Hand, den mittelalterlichen Verführer Giertych endlich aus dem Amt zu verjagen. Bleibt zu hoffen, dass nicht zu viel von der Saat aufgeht, die der radikale Populist in den letzten Jahren gesät hat. Dafür hat er die Homo-Gurke wohl mehr als alle anderen bisherigen "Preisträger" verdient.

22. Mai 2007

-w-

#1 gerdAnonym
  • 22.05.2007, 14:08h
  • Ja diese Homo-Gurke hat er verdient und wenn es ein Ranking der Homo-Gurken geben würde, stände er gegenwärtig auf dem ersten Platz.

    Roman Giertych ist ein Rechtsradikaler aller erster Güte, und es ist eine Schande für Polen, dass er Bildungsminister werden konnte.

    Dieser Mann ist eine Gefahr für das friedliche Zusammenleben der Menschen innerhalb der EU.
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#2 Die Kanzlerin der HerzenAnonym
  • 22.05.2007, 14:13h
  • Wie gemein doch Leute sind,
    dabei weiß heute jedes Kind,
    dass Schwule gute Menschen sind,
    die Antwort weiß nicht nur der Wind!

    Drum sag ich dem Giertych klipp und klar:
    Auch Schwule, die sind wunderbar!
    In der Mitte der Gesellschaft sind sie zu Haus',
    sie sind dort glücklich. Tagein, tagaus!

    Seine Partei ist ein Scheißverein,
    denn sie lassen keine Schwulen rein!
    Die CDU ist, Gott sei Dank,
    schon viel weiter in unserem Land.

    Freiheit ist das Stichwort hier:
    Freiheit für alle, das lieben wir!
    Jeder soll frei sein, egal wer er ist,
    auf dass der Staat sich aus dem Leben verpisst!

    Niedrige Steuern, Toleranz
    freies Wirtschaften, Akzeptanz,
    für diese Werte steht die CDU,
    wir sind da für Euch im Nu!

    Liebe Schwuletten und Lesbierinnen! Ihr seid meine Helden und Heldinnen. Ich liebe Euch alle. Eure Euch ewiglich liebende Kanzlerin der Herzen
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#3 josefAnonym
  • 22.05.2007, 16:37h
  • Die CDU da muss ja ein Pferd lachen.
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