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- 23. Mai 2007 1 Min.
London (queer.de) - Bischof Gene Robinson von der anglikanischen Kirche der USA ist nicht zum alle zehn Jahre stattfindenden Lambeth-Konferenz eingeladen worden. Auf dieser Konferenz werden Entscheidungen über Kirchenfragen getroffen, an denen in der Regel alle Bischöfe beteiligt sind. Grund ist die Homosexualität von Robinson, die vor allem in den konservativen Landeskirchen Afrikas auf herbe Kritik gestoßen ist (queer.de berichtete). Auch der US-Gegenbischof, der von der nigerianischen Kirche installiert wurde (queer.de berichtete), erhielt keine Einladung.
Der Ausschluss Robinsons sei dem Erzbischof Rowan Williams, dem Oberhaupt der Anglikaner, schwer gefallen, sagte gestern Generalsekretär Kenneth Kearon. "Der Erzbischof will damit anerkennen, dass es weit verbreitete Bedenken gegen den Bischof gibt", so Kearon.
Bischof Robinson zeigte sich tief enttäuscht über die Entscheidung: "Sollten die Bischöfe der Kirche nicht mit uns reden anstatt nur über uns?", fragte er in einer ersten Reaktion.
Die Konferenz findet vom 16. Juli bis zum 4. August 2008 in Kent (England) statt.
Bereits bei der letzten Konferenz 1998 war Homosexualität eines der großen Themen, in denen die liberalen Kirchen Nordamerikas, Europas und Australiens den konservativen Strömungen aus Afrika und Asien gegenüberstanden. Damals wurde entschieden, dass das Thema nach einer "Zeit des Zuhörens" 2008 wieder auf der Tagesordnung stehen sollte. (dk)














