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- 25. Mai 2007 1 Min.
Hamburg (queer.de) - Genau 25 Jahre nach dem Tod des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder erheben die Schauspielerin Ingrid Caven und der Kameramann Michael Ballhaus schwere Vorwürfe gegen die Verwalter von Fassbinders Erbe. Vor Fassbinders Todestag am 10. Juni erklärt Caven in der Wochenzeitung "Die Zeit", die Rainer Werner Fassbinder Foundation verbreite "Halbwahrheiten und Unwahrheiten" über Fassbinders Biographie. So habe die Chefin der Foundation, Juliane Lorenz, eine Hochzeit mit dem Regisseur erfunden, um an den Nachlass zu gelangen. Sie betreibe einen "einfältigen Geniekult" und zerstöre den Geist von Fassbinders vielschichtigem Werk. Caven war mit dem schwulen Fassbinder verheiratet und spielte in seinen Filmen.
Auch der Hollywood-Kameramann Ballhaus, der viele Filme mit Fassbinder gedreht hat, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Foundation. Die Geschichtsklitterung, die dort betrieben werde, sei "ungeheuerlich". "Als ich wieder nach Deutschland kam", erklärt er der ZEIT, "merkte ich, dass die Fassbinder Foundation Ingrid Caven, Peer Raben und andere Menschen, die Fassbinder nahe waren, geradezu systematisch aus der Fassbinder-Geschichte herausgedrängt beziehungsweise herausprozessiert hatte. Es ging so weit, dass Juliane Lorenz bei Veranstaltungen drohte, Filme zurückzuhalten, falls diese Fassbinder-Vertrauten eingeladen würden." (ots)














