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  • 05. Juni 2007 80 2 Min.

Berlin (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) forderte gestern in einer Pressemitteilung die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde in Berlin auf, "homosexuellenfeindlicher Hetze" in den eigenen Reihen offensiv entgegenzutreten. Internetseiten mit Hetzartikeln gegen Schwule und Lesben abzuschalten, reiche dabei nicht aus. Der LSVD erwarte vielmehr eine eindeutige und öffentliche Distanzierung.

Hintergrund sind diverse Hetzartikel, die auf Internetseiten der Gemeinde erschienen sind. In einem vor kurzem bekannt gewordenen Artikel werden "gewisse Maßnahmen" zur Bekämpfung von Homosexualität empfohlen, um "dieses Übel einzudämmen, damit es die breite Gesellschaft nicht verseucht". Homosexuelle Männer sollen demnach betraft werden. Lesbische Frauen soll man zu Hause einsperren. Unter dem Titel "Wie steht der Islam zur Homosexualität" wird folgendes empfohlen:

"Wenn lesbische Frauen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu Hause bleiben und es ihnen nicht erlaubt wird, ohne Aufsicht allein auszugehen, ist die Gefahr der Verbreitung dieses Übels klein. Wenn man es ihnen aber gestattet, sich frei in der Gesellschaft zu bewegen, können sie auch andere Frauen anstecken. Aus diesem Grunde soll das Ausgehverbot genügen, und sie dürfen ohne Begleitung nicht alleine ausgehen. Das ist gut für sie, für ihre Familien und für die Gesellschaft im Allgemeinen. Für sie ist keine weitere Strafe vorgesehen. Das Ziel der Maßnahme ist die Besserung, die der ganzen Familie zugute kommt, nicht zuletzt der Frau selbst."

Erst im April war ein Artikel aus dem Jugendportal der Ahmadiyya-Gemeinde bekannt geworden, in dem Homosexualität mit Schweinefleischkonsum in Zusammenhang gebracht wurde (queer.de berichtete). Die Gruppe geriet in den letzten Monaten in die Schlagzeilen, weil sie derzeit eine umstrittene Moschee im östlichen Berliner Stadtteil Heinersdorf errichten lässt. (pm)

-w-

#1 markusAnonym
  • 05.06.2007, 08:53h
  • Diese Religion ist gegen Schwule und wird es wohl auch immer bleiben! Hoffentlich gewinnen die nicht weiter an Einfluss (zumindest nicht solange Sie sich gegen einzelne Bevölkerungsgruppen und Minderheiten stellen)!
    Kennt Ihr diesen Artikel von dem Verein (leider nur im Google Cache verfügbar) :

    209.85.135.104/search?
    q=cache:IcWYBdRyEwoJ:www.ahmadiyya.de /islam/artikel/khola/ islam_in_den_medien.html+site: www.ahmadiyya.de+homosexuell&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de&lr=lang_de

    Hier ein Asuzug daraus:
    ... Ein Beispiel dafür ist die Einstellung zur Homosexualität. Die meisten Menschen waren bis vor wenigen Jahren gegen die Homosexualität eingestellt. Weil aber von den überwiegend liberal eingestellten Journalisten immer wieder pro-homosexuell berichtet wurde, entstand der Eindruck, die öffentliche Meinung hätte sich gewandelt. Die Menschen, die die Meinung der Minderheit vertraten und für eine Enttabuisierung der Homosexualität waren, fühlten sich bestärkt und äußerten ihre Meinung viel öfter als solche die dagegen waren. Es kommt ein Prozess in Gange, der in der Kommunikationswissenschaft als Schweigespirale bezeichnet wird: Wenn Menschen glauben, sie stehen mit ihrer Meinung in der Minderheit, schweigen sie lieber, als ihre Meinung zu äußern – aus Angst sich sozial zu isolieren. Diejenigen dagegen, die sich in der Mehrheit fühlen (weil sie durch Medien unterstützt werden) sind sehr redebereit und äußern ihre Meinung. Dadurch vermittelt die redebereite Minderheit den Eindruck, sie wäre tatsächlich in der großen Mehrheit, und die eigentliche Mehrheit verfällt immer mehr ins Schweigen. Das wiederum verstärkt den Eindruck sie sei schwach und allein mit ihrer Position. Die Schweigespirale ist in vollem Gange. ...
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#2 manni2Anonym
  • 05.06.2007, 10:03h
  • Relgion tötet, es ist leider war.
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#3 hwAnonym
  • 05.06.2007, 11:05h
  • wir haben hier im ausländerbeirat einen
    vertreter dieser gemeinde.
    fortschrittlichen demokraten
    aus der türkischen und der griechischen
    gemeinde würde es freude bereiten
    dem beirat obigen text, auch hinsichtlich
    der gefährdung jugendlicher, zur kenntnis zu bringen.
    die väter unter meinen freunden, würden
    bestimmt auch gerne anfragen, ob diese
    seite auch auf städtischen rechnern aufrufbar ist, und wenn ja, über ihnen nahestehende parteien beantragen lassen,
    dies zu unterbinden.
    ich selbst käme in den genuß den cdu-oberbürgermeister zu befragen, warum
    er sehr freundliche kontakte zu dieser gemeinde hält.
    mein problem:
    wo kann ich den text oben finden ?
    wer hilft ?
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