Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?7048
  • 08. Juni 2007 35 1 Min.

São Paulo (queer.de) - In der brasilianischen Metropole São Paulo haben vor dem für Sonntag geplanten CSD rund eine Millionen evangelikale Christen gegen Homo-Rechte und für eine Aufwertung des Christentums demonstriert. "Weiche zurück, Satanismus! Weiche zurück, Homosexualität!", war das Motto des "Marsches für Jesus". Der an mittelalterlichen Exorzismus erinnernde Spruch wurde mit Hilfe von großen Lautsprechern in der Innenstadt verbreitet.

"Durch die Bibel wissen wir, dass Gott nicht will, was Homosexuelle tun", erklärte der evangelikale Teilnehmer Walter Silva Filho, ein Priester, gegenüber "G1 News". "Wir verurteilen diese Taten, aber nicht die Menschen", fuhr er fort.

In Brasilien, dem größten katholische Land der Welt, haben evangelikale Kirchen derzeit großen Erfolg in der Anwerbung neuer Mitglieder.

Letztes Jahr nahmen 2,4 Millionen Menschen beim weltweit größten CSD in São Paulo teil (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 madridEUAnonym
  • 08.06.2007, 12:50h
  • Nur ruhig Blut ! Wir haben diese Demo längst hinter uns, als voriges Jahr ebenfalls eine Million Spanier in Madrid gegen die Homo-Ehe demonstrierte. Das hatten wir dem Vatikan und seinen Handlangern zu verdanken. Die Mehrheit im Volk ist jedoch für die vollzogene Gleichstellung und es hat RadioMaría alles nichts genützt. Also was kümmert es uns und die Brasilianer ?
  • Direktlink »
#2 JohannesAnonym
  • 08.06.2007, 13:03h
  • Bleibt wie immer die Frage, wo in der Bibel steht, dass Homosexualität verboten ist... Hat denn keiner von diesen Menschen die Bibel gelesen...??
  • Direktlink »
#3 SaschaAnonym
  • 08.06.2007, 13:16h
  • @madridEU und Redaktion:

    Der "Marsch für Jesus" war definitiv keine explizite "Anti-Homo-Demo", sondern vielmehr ein alljährlich stattfindender Marsch evangelikaner Gruppen, bei der in diesem Jahr insbesondere für die Freilassung zweier mit Schwarzgeld in den USA festgenommener evangelikaner "Führer" demonstriert werden sollte.

    Zweifellos sind diese evangelikanen Gruppen aber eine große Gefahr für die prinzipiell sehr offene brasilianische Kultur, da sie nicht nur Hetzpropaganda gegen Homosexualität betreiben, sondern zum Beispiel auch gegen traditionelle brasilianische Tänze usw...

    Diese Gruppierungen sind daher im Kontext der eigentlich auf sehr positivem Wege befindlichen demokratischen Kultur Brasiliens sicher negativ zu werten und nutzen die Armut weiter Bevölkerungsteile schamlos aus, um sich an deren Suche nach Hoffnung und Orientierung materiell zu bereichern (d.h. ihnen das letzte Geld aus der Tasche zu ziehen).

    Angesichts der politischen Verhältnisse und des klaren Bekenntnisses der aktuellen Regierung der Arbeiterpartei zur Gleichberechtigung von Homosexuellen einschließlich verschiedener Gesetzesvorhaben darf das aber auch nicht überbewertet werden. Die großen brasilianischen Tageszeitungen jedenfalls erwähnen heute auf den Titelseiten in allererster Linie den bevorstehenden CSD in Sao Paulo, zu dem rund drei Millionen (!) Teilnehmer erwartet werden!
  • Direktlink »