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- 12. Juni 2007 1 Min.
Stockholm (queer.de) - In Schweden droht eine Regierungskrise wegen des Streits um die Ehe-Öffnung. Acht Abgeordnete der regierenden liberal-konservativen Sammlungspartei von Premierminister Fredrik Reinfeldt – darunter auch ein Minister – fordern ultimativ die Ehe-Öffnung. Sie haben nach Angaben von "Sveriges Radio" damit gedroht, sich nicht mehr dem Fraktionszwang zu unterwerfen, wenn die Partei diese Forderung ablehnt. Zwei der vier Koalitionspartner der Mitte-Rechts-Koalition haben sich bereits für die Gleichstellung von schwul-lesbischen Paaren ausgesprochen, ebenso alle Oppositionsparteien. Allerdings lehnen die ebenfalls an der Regierung beteiligten Christdemokraten eine Ehe-Öffnung strikt ab. Premierminister Reinfeldt hat angekündigt, dass seine Partei erst beim Parteitag im Herbst eine eindeutige Position beziehen werde. Im März war eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie zum Schluss gekommen, dass die Ehe in Schweden geöffnet werden solle (queer.de berichtete). Eingetragene Partnerschaften gibt es in dem skandinavischen Land bereits seit 1995. (dk)














