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Berlin (queer.de) - Unter dem Motto "Keine halben Sachen!" hat der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ein parteiübergreifendes bundesweites Aktionsbündnis gegründet, das mit einer Kampagne die steuerliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften erreichen will. Neben dem Bundesverband von FDP und Grünen haben sich auch die Homo-Organisationen von Union, SPD und Linkspartei dem Bündnis angeschlossen. Mit dabei sind unter anderem auch Gewerkschaften und die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e.V.

"Wir fordern die Bundesregierung, den Deutschen Bundestag und den Bundesrat auf, die immer noch massive Benachteiligung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften umgehend zu beenden", so die gemeinsame Presseerklärung. "Die deutsche Gesetzgebung misst mit zweierlei Maß. Bei den Pflichten werden Lebenspartnerinnen und Lebenspartner wie Eheleute vom Staat im vollen Umfang in die finanzielle Verantwortung genommen. Aber das Steuerrecht sieht dennoch keine Gleichstellung vor. Lebenspartnerschaften und gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern werden in unangemessener Weise belastet." Lange genug habe der Staat gleichgeschlechtliche Partnerschaften dafür bestraft, "dass sie die Entscheidung treffen, ihr Leben in gegenseitiger Liebe, Fürsorge und Verantwortung zu führen. Damit muss durch gesetzliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe nun endlich Schluss sein", fordern die Mitglieder des Aktionsbündnisses. (pm)

-w-

#1 frageAnonym
  • 15.06.2007, 15:04h
  • Wie kann man das denn unterstützen. Es ist gut, dass der LSVD die Lesben und Schwulen aller Parteien zusammenhegholt hat.
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#2 SaschaAnonym
  • 15.06.2007, 15:29h
  • Und einmal mehr gilt:

    Ginge es wirklich um "Akzeptanz" für Homosexuelle und darum, dass gesellschaftliche Institutionen auf der Basis demokratischer Werte und nicht kirchlicher Unterdrückungslehren definiert werden, dann bräuchten wir kein Rechtsinstitut namens "Lebenspartnerschaft", das per se eine Fortschreibung der Diskriminierung ist und immer bleiben wird.

    Es ist kein Zufall, dass die Öffnung der Ehe inklusive aller Rechte vor allem in denjenigen Ländern gelungen ist, in denen die Homo-Bewegung das auch unmissverständlich so gefordert wird. Wir brauchen endlich eine breitere Debatte darüber, wie es sein kann, dass klerikale Unterdrückungslehren weiterhin einen Großteil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens bestimmen.

    Diese notwendige Debatte (und nur sie kann zu wirklicher Gleichberechtigung führen) wird durch die Fixierung auf dieses Rechtsinstitut zweiter Klasse, das explizit nicht das Gleiche ist wie die heilige Ehe zwischen Mann und Frau Lebenspartnerschaft, letzten Endes blockiert.
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#3 Stefan, KölnAnonym
  • 15.06.2007, 21:39h
  • Jetzt dem LSVD beitreten! Nie war er so wertvoll wie heute.
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