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Berlin (queer.de) - In Deutschland leben etwa 8.000 bis 10.000 Intersexuelle - Menschen mit den körperlichen Merkmalen beider Geschlechter. Ein Nationales Netzwerk des Bildungsministeriums soll Aufschluss über die Ursachen von Intersexualität geben und durch eine klinische Evaluationsstudie "typische Behandlungsverläufe und Ergebnisse" darstellen, so die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken. Das Netzwerk werde mit etwa 30 Millionen Euro gefördert und soll so "zerstreute Kapazitäten in Forschung und Versorgung" zusammenführen.

Zur Situation intersexueller Menschen in Deutschland kann die Bundesregierung nur wenige Angaben machen. So seien etwa die Zahl von Betroffenen, die geschlechtszuweisende medizinische Maßnahmen durchführen ließen, von 27 im Jahr 2000 auf sieben im Jahr 2004 gesunken. Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Mehrzahl der betroffenen Menschen, bei denen in der Kindheit eine operative "Vereindeutigung ihres Genitalbefundes" stattgefunden hätte, dies für richtig befunden hätte. In Anbetracht der Tradition der Zweigeschlechtlichkeit sei es für Eltern eine schwierige Entscheidung, keine Geschlechtszuweisung ihres Kindes vorzunehmen und es in einem "Zwischenraum der Geschlechter" aufwachsen zu lassen.

In der Antwort heißt es weiter, nach dem Kenntnisstand der Regierung bestehe eine "relativ weit gehende Übereinstimmung" darüber, dass eine frühe eindeutige Festlegung des Geschlechts die Entwicklung einer stabilen Geschlechtsidentität erleichtere. Sie sei für die allgemeine psychische Entwicklung und Identitätsbildung "wichtig und hilfreich". (hib)



12 Kommentare

#1 SvenAnonym
  • 21.06.2007, 11:35h
  • Boah! Was für ein Scheiß!

    Verstümmelung wird hier als etwas Positives beschrieben. Dabei schützt es die Menschen nur vor der Ächtung. Eigentlich nichts anderes als die Kastrationen untern Hitler von Schwulen!

    Die Gleichberechtigung von Mann und Frau hätte schon längst in eine Gleichberechtigung der Geschlechter geändert werden müssen.
    Das wäre dann auch ganz nebenbei gut für uns Schwule und Lesben gewesen.
    Denn wenn mehr als zwei Geschlechter gleichberechtigt sind, kann man die Ehe nicht nur einer Verschiedengeschlechtlichkeit von nur zwei Geschlechtern gewähren, sondern müsste die entweder allen verschieden geschlechtlichen anbieten (schlecht für Schwule und Lesben) oder einfach allen zweier Paare.

    Die Forschung sieht, so wie sie hier beschrieben ist, sehr negativ aus. Könnte auch eine Teufelsaustreibung der Kirche sein. Es muss nicht untersucht werden, was man dagegen tun kann, sondern wie man den Menschen helfen kann. Also Aufklärung bei Eltern und Schülern über die verschiedenen Geschlechter!
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#2 SvenAnonym
  • 21.06.2007, 11:38h
  • Boah! Was für ein Scheiß!

    Verstümmelung wird hier als etwas Positives beschrieben. Dabei schützt es die Menschen nur vor der Ächtung. Eigentlich nichts anderes als die Kastrationen untern Hitler von Schwulen!

    Die Gleichberechtigung von Mann und Frau hätte schon längst in eine Gleichberechtigung der Geschlechter geändert werden müssen.
    Das wäre dann auch ganz nebenbei gut für uns Schwule und Lesben gewesen.
    Denn wenn mehr als zwei Geschlechter gleichberechtigt sind, kann man die Ehe nicht nur einer Verschiedengeschlechtlichkeit von nur zwei Geschlechtern gewähren, sondern müsste die entweder allen verschieden geschlechtlichen anbieten (schlecht für Schwule und Lesben) oder einfach allen zweier Paare.

    Die Forschung sieht, so wie sie hier beschrieben ist, sehr negativ aus. Könnte auch eine Teufelsaustreibung der Kirche sein. Es muss nicht untersucht werden, was man dagegen tun kann, sondern wie man den Menschen helfen kann. Also Aufklärung bei Eltern und Schülern über die verschiedenen Geschlechter!
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#3 SaschaAnonym
  • 21.06.2007, 12:01h
  • @Sven:

    Volle Zustimmung! Was für eine skandalöse, perverse und Menschen verachtende "Logik", die hier propagiert wird. Nur weil bestimmte Menschen von Natur aus nicht in das heteronormative Mann-Frau-Schema hineinpassen, gibt das der Gesellschaft noch lange nicht das Recht, diese Menschen zu verstümmeln und in ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit einzugreifen.

    Mit der gleichen Begründung hat man - wie du zu Recht feststellst - auch schon homosexuelle Männer kastriert und rechtfertigt ganz allgemein die Diskriminierung und Herabwürdigung von Menschen, die anders sind. So wird beispielsweise Homosexuellen das Adoptionsrecht immer wieder mit der verlogenen Begründung verweigert, Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern seien in der Schule und in der Gesellschaft allgemein einem großen psychischen Druck ausgesetzt.

    Wenn die Gesellschaft ein Problem mit der Gleichwertigkeit ALLER Menschen hat, dann hat gefälligst SIE sich zu verändern!!!
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#4 PatrickAnonym
  • 21.06.2007, 13:29h
  • Mein Gott, seid Ihr erbärmlich:

    1. Es steht doch diesen Menschen selbst bzw. ihren Eltern frei, darüber zu entscheiden, ob sie ein eindeutiges Geschlecht, egal welches, haben wollen.

    2. Es ist die beste Hilfe, die man jenen zu Teil werden lassen kann, so dass sie sich dann auch eindeutig zu sich bekennen können: ob hetero oder homo!

    3. Die Gesellschaft kann nicht in ein Grundrecht eingreifen, das vermag nur der Staat, der hier selbstverständlich außen vorbleibt.
    Aber das ist nur allzu typisch, v.a. für Gutmenschen wie Euch: Grundrechtsverletzung! Von Jura keinen Schimmer, aber erstmal mit einem Totschlag-"Argument" kommen - kein Wunder, dass über 90% der Verfassungsbeschwerden zum BVerfG scheitern.

    4. Die Gesellschaft ändert sich nicht, wenn es verhältnismäßiger ist, dass sich wenige ändern - natürlich ohne sie zu unterdrücken!

    Zum Glück sind Schwule und Lesben nicht krampfhaft links, sondern auch liberal bzw. konservativ!
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#5 SaschaAnonym
  • 21.06.2007, 17:06h
  • @Patrick:

    Danke für deine juristisch-technokratische Nachhilfe, die aber nichts daran ändert, dass hier eine eklatante Menschenrechtsverletzung vorliegt.

    Denn - nur um deine biologischen Kenntnisse auf den neuesten Stand zu bringen - ein Säugling wird sich wohl kaum gegen die Verstümmelung seiner Genitalien zur Wehr setzen können!

    Es geht hier also nicht um juristische Wortklauberei, sondern um eine skandalöse Verletzung des Rechts jedes einzelnen Menschen auf körperliche Unversehrtheit. Und dass diese ohne jeden Widerspruch stattfinden kann, ist das Ergebnis einer in jeder Hinsicht skandalösen POLITISCHEN und GESELLSCHAFTLICHEN Entscheidung!!!
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#6 KatrinAnonym
  • 21.06.2007, 21:17h
  • Intersexuelle sind keine Schwachköpfe, die dem Schutz der Schwulen bedürfen um zu überleben, sondern eine Randgruppe der Gesellschaft, die die Natur ständig produziert . Dass Eltern ihre Kinder körperlich und mental verstümmeln lassen dürfen, nur um sie einem Geschlecht zuorden zu können, ist himmelschreiend. Die Entscheidung sich zu einem Geschlecht zugehörig zu fühlen obliegt nicht den Eltern und auch nicht der Gesellschaft, sondern dem Individuum und wenn dass Individuum es anders will, dann sei es so.
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#7 SvenAnonym
  • 21.06.2007, 21:35h
  • @Patrick:

    Definiere mal "erbärmlich".

    Zu 1:
    Jedem Menschen SOLLTE es selbst zustehen. Tut es aber nicht.
    Ärzte und Eltern entscheiden, wobei die Eltern vor allem auf die Ärzte als "Experten" hören.
    Was aber der junge Mensch später, als Geschlechtsreifer empfinden wird, weiß da noch keiner.
    Die Entscheidung für beide Geschlechter wird den Eltern meist gar nicht gelassen.

    Zu 2:
    Welche Hilfe?
    Wenn jemand Mann und Frau ist, kann er homo- und hetero-sex mit beiden Geschlechtern haben.
    Warum ist es eine Hilfe jemanden eine Möglichkeit zu nehmen?
    Wenn sich jemand zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlt, ist der auch nicht eindeutig homo oder hetero!
    Willst Bisexuelle diskriminieren?
    Darf man nur hetero oder homo sein?
    Da sind wir auch schon bei Deinem 4. Punkt.

    Zu 3:
    Bist Du Jurist?
    Wenn ja, dann ein sehr schlechter.
    Wir leben in der Bundesrepublik Deutschland, wir haben eine parlamentarische Demokratie. Gesetze werden vom Parlament beschlossen (inklusive Grundgesetz!). Das Parlament wird von den wahlberechtigten Bundesbürgern gewählt (nicht vom Volk, denn in der Bundesrepublik leben mehrere Völker, aber wir wollen hier nicht ethnologisch werden).
    Die Bundesbürger (inklusive der nicht wahlberechtigten) bilden mit den übrigen Einwohnern Deutschlands unsere Gesellschaft.
    Wer entscheidet also über Eingriffe in die Grundrechte?
    Letztlich die selben, die die Grundrechte auch aufstellen (die Wahlberechtigten).
    Die Gesellschaft umfasst nun noch weitere Personen und diese nehmen Einfluss auf die Wahlberechtigten und die gewählten Politiker.
    Ich könnte jetzt noch weiter auf die Theorien zu Mediendemokratie eingehen, aber das lasse ich mal.
    Ich denke, der Zusammenhang von Gesellschaft, Staat und Rechten ist rübergekommen.

    Dann noch Danke fürs Kompliment, als „Gut“ werde ich nur sehr selten bezeichnet :-)

    Tja, wenn Du schon das BVerfG und seine Entscheidungen erwähnst, bedenke bitte, dass die Verfolgung homosexueller Männer mit unserer Verfassung noch ziemlich lange nach dem Dritten Reich vereinbar war. Jedenfalls laut Verfassungsgericht.

    Zu 4:
    Verhältnismäßigkeit, ein tolles Wort, recht schwammig.
    Wie viele Juden leben in Deutschland? Sind nicht mal 2%, wenn nicht gar unter 1%. Die könnten sich ja eigentlich ändern, als Christen werden.
    Und Schwule, sind ja auch nur 5% (geoutet), könnten sich auch anpassen.
    Oder Schwarze. Dass man die Haut aufhellen kann, wissen wir ja seit Michael Jackson.
    Aber das sind alles echt doofe Beispiele, geb ich zu, wir sind ja keine Nazis.
    Ein besseres: Wir haben nur sehr wenige Milliardäre in Deutschland. Die könnten sich anpassen, das Geld geht in den Staatshaushalt und schon entsprechen sie der Masse als Hartz IV-Empfänger. Das wäre auch verhältnismäßig, da sie durch ihren Einsatz sicher wieder sehr schnell aus der Situation herauskommen. Und wenn nicht, von dem Geld können wir uns noch ein paar Harzt IV-Empfänger leisten.

    Aber ich mache mal da weiter, wo ich bei 2 aufgehört habe.
    Was ist entscheidend für unsere Gesellschaft?
    Das ist doch die eigentliche Frage!
    Für eine Demokratie, für eine arbeitsteilige Wirtschaft sind Vielfalt und Akzeptanz des anderen wichtig und nötig. Ansonsten hätte man eine „Scheindemokratie“.
    Wenn jemand nicht hetero ist, schadet er dann der Gesellschaft? Die Antwort ist nicht einfach.
    Hier muss man differenzieren, denn es gilt nicht „homo oder hetero“, sondern es gibt eben sehr viel mehr. Und auch Überschneidungen.
    Schau in den Ostblock, da ist es so schön ordentlich, auf der einen Seite hetero= gut, zukunftsorientiert, zivilisiert, Kultur, Familie, Anstand, Recht und auf der anderen Seite homo=böse, krank, Zerstörer, zukunftslos, Verbrechen, Drogen, Mord, Ausbeutung, Missbrauch.

    Intelligente Menschen sind jedoch aufgeklärter und Wissen, dass auch Heteros Verbrechen begehen können.
    Wann sind die Sexualität und das Geschlecht relevant?
    Bei der Jobsuche, aber da sollte es wohl nicht so sein.
    Es spielt eigentlich nur bei der Partnerwahl eine Rolle. Männer sind nicht schlauer als Frauen, Schwule sind nicht kreativer als Lesben usw.
    Wenn ich ein Eis essen will, brauche jemanden, der gut darin ist, Eis herzustellen. Da interessiert es nicht, ob er oder sie blond ist, schwarz ist, Türke, Jude, Schwul oder CDU-Wähler oder alles zusammen. Denn ich werde diesen Menschen niemals treffen.
    Und wenn jemand zwei Geschlechter hat, werde ich das ebenso wenig erfahren, noch hat es Einfluss auf die Eisproduktion oder was auch immer.

    Zu Deinem Schlusssatz:
    Ich freue mich auch das Schwule und Lesben nicht nur dies oder das sind.
    Wäre ziemlich traurig, wenn zwei Umstände alle anderen bestimmen würden.
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#8 SaschaAnonym
  • 22.06.2007, 02:00h
  • @Sven:

    Deine Freude über "Vielfalt" unter den Schwulen vermag ich in politischer Hinsicht nur sehr eingeschränkt zu teilen.

    Es ist mir unbegreiflich, wie man als Schwuler reaktionäre, konservative oder neoliberale Kräfte unterstützen kann, die den Anspruch auf universelle Menschenrechte aus Tradition und Bigotterie verweigern und/oder von der perversen Logik des Marktes abhängig machen wollen.

    Alles, was an Freiheit und Gleichheit in dieser Gesellschaft auch für Homosexuelle erreicht wurde, ist progressiven linken Kräften zu verdanken - so war es immer und so wird es auch in Zukunft bleiben.
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#9 stromboliAnonym
  • 22.06.2007, 10:31h
  • ein interessanter fragenkomplex .
    Wichtiger noch seine gesellschaftlichen zusammenhänge und auswirkungen :
    Körperliche unversehrtheit ,im grundgesetz garantiert ,wird mittels elterlicher (ALL)macht und medizinischer komplizenschaft vorauseilend wegoperiert .
    Wer sich gegen beschneidung der klitoris und des penis einsetzt , gegen religiös motvierte verstümmelung im kindesalter , sollte auch hier eine klare absage bringen.

    Recht auch : es ist nicht das problem des betroffenen individiums , vielmehr einer bigotten , rollenfixierten heterogesellschaft .
    Das einzelne schwule die zusammenhänge nicht durchschauen ,ist ein beispiel für den grassierenden TUNNELBLICK ...
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#10 JustusAnonym
  • 23.06.2007, 18:11h
  • Ich habe das Gefühl, es gibt hier zu 90% linke "Berufsmauler".
    Könnte man denn Sachverhalte auch mal ohne diese bescheuerte links-politische reaktionäre Propaganda diskutieren?
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