https://queer.de/?7116
- 22. Juni 2007 1 Min.
Jerusalem (queer.de) - Beim Gay Pride in Jerusalem wäre es am Donnerstag beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Nach Polizeiangaben habe ein ultra-orthodoxer Jude gestanden, dass er während der Parade eine Bombe zünden wollte. Der Mann sei jedoch festgenommen worden, nachdem Beamte einen Sprengsatz in seiner Tasche entdeckt hätten.
Insgesamt waren rund 7.000 Polizisten im Einsatz, um die Sicherheit der nur etwa 2.500 Demonstranten zu gewährleisten. Die Teilnehmer ließen sich die Stimmung dennoch nicht verderben, sangen und tanzten während des kurzen, nicht einmal einen Kilometer langen Marsches. Eine Kundgebung zum Abschluss mussten die Veranstalter aus Sicherheitsgründen absagen.
Aus Unmut über den Gay Pride waren rund 1.000 Jerusalemer Feuerwehrleute in den Streik getreten. In einem anderen Stadtteil kamen zudem mehrere hundert orthodoxe Gegen-Demonstranten zusammen. Sie brachten aus Protest gegen die schwul-lesbische Parade den Verkehr zum Erliegen, zündeten Mülleimer an und schwenkten Transparente mit der Aufschrift "Schande". (cw)














