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  • 25. Juni 2007 17 1 Min.

Leipzig (queer.de) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf dem bundesweiten Fankongress in Leipzig zum ersten Mal neben anderen Formen der Diskriminierung auch Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit im deutschen Fußball thematisiert. "DFB und Fans sind sich darin einig, dass Homophobie ein Problem ist, an dessen Lösung dauerhaft gearbeitet werden muss", berichtete Christian Deker, der als Vorstand des schwul-lesbischen VfB-Stuttgart-Fanclubs an dem Treffen teilgenommen hat.

DFB-Präsident Theo Zwanziger habe sich gegenüber den Aktivitäten der schwul-lesbischen Fanclubs "aufgeschlossen" gezeigt, sagte Deker. Für Werner Pohlenz von den Berliner Hertha-Junxx ist dies mehr als ein Zeichen: "Die Zeiten, in denen die sexuelle Orientierung von Fans, Spielerinnen und Spielern vom DFB als Privatsache abgetan wird, sind damit hoffentlich bald vorbei."

Die schwul-lesbischen Fanclubs in Deutschland hatten sich auf dem Leipziger Kongress gemeinsam präsentiert, unterstützt von der Ex-Bundesliga-Spielerin Tanja Walther vom europäischen schwul-lesbischen Sportverband EGLSF.

In der "Leipziger Erklärung - Gegen Diskriminierung im Fußball" sprachen sich die Teilnehmer mehrheitlich dafür aus, sich im Rahmen ihrer Gruppen und Organisationen gegen alle Formen von Diskriminierung zu engagieren. So sollen Antidiskriminierungs-Paragraphen in Stadionordnungen und Vereinssatzungen aufgenommen sowie Diskriminierungen mit Hilfe der DFB-Task Force dokumentiert werden. (pm)

-w-

#1 KonstantinEhemaliges Profil
  • 25.06.2007, 08:07h
  • Wurde ja auch mal Zeit! Outen wird sich aber sicher trotzdem keiner der Spieler. Und nur DAS würde wirklich etwas bewegen.
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#2 BjoernX
  • 25.06.2007, 10:21h
  • Sehe ich auch so.
    So gut sich das anhört, so wenig bringt es ohne Unterstütung der Spieler.
    Und dabei wäre wohl der beste Weg ein Outing von möglichst vielen Spielern gleichzeitig. Je mehr dies auf einmal tun, je schwieriger wird es, sie nachher aus den Clubs zu werfen.
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#3 SvenAnonym
  • 25.06.2007, 10:23h
  • Also diesen Satz finde ich ein wenig bedenklich:
    "Die Zeiten, in denen die sexuelle Orientierung von Fans, Spielerinnen und Spielern vom DFB als Privatsache abgetan wird, sind damit hoffentlich bald vorbei."
    Nun eigentlich ist die sexuelle Identität (eine Orientierung ist es nämlich nicht) Privatsache. Ich finde es sogar äußerst nervig, mich immer und überall outen zu müssen. Einen Freund zu haben ist nichts normales.

    Naja, vielleicht ist es nur die Formulierung. Stichwort ist wohl das "abgetan". Die sexuelle Identität ist Privatsache, aber die Verurteilung selbiger ist ein öffentliches Problem.
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