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- 02. Juli 2007 2 Min.
London (queer.de) - In mehreren europäischen Hauptstädten sind die CSD-Paraden am Wochenende erfolgreich und ohne Zwischenfälle abgehalten worden. In London versammelten sich trotz Terrorwarnungen und Dauerregens zehntausende Menschen zur "Gay Pride Parade". Londons Bürgermeister Ken Livingstone appellierte an die Demonstranten, sich nicht von den zuvor vereitelten Anschlägen in London und Glasgow abschrecken zu lassen: "Sie haben versucht, uns in Angst zu versetzen. Das ist fehlgeschlagen", sagte er beim CSD. Eine der gefundenen Autobomben lag nahe der CSD-Strecke.
Madrid
In Madrid haben nach Angaben der Versanstalter 200.000 Menschen den Europride besucht. Der CSD stand unter dem Motto: "Europa jetzt! Gleichberechtigung ist möglich". An der Parade nahmen auch eine Reihe von hochrangigen Politikern teil, darunter Kulturministerin Carmen Calvo. Die neu gewählte sozialistische Regierung hatte 2005 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Homosexuelle werden auch beim Adoptionsrecht gleich behandelt.
Paris
Bei der Pariser CSD-Parade nahmen nach Angaben der Veranstalter 700.000 Menschen teil, unter ihnen auch Bürgermeister Bertrand Delanoë und der ehemalige Kulturminister Jack Lang. "Keine Kompromisse bei der Gleichstellung", lautete dort das Motto. Der neu gewählte französische Präsident Nicolas Sarkozy steht der von den Demonstranten geforderten Öffnung der Ehe allerdings ablehnend gegenüber (queer.de berichtete).
Wien
In der österreichischen Hauptstadt Wien versammelten sich 120.000 Teilnehmer zur mit über zwei Kilometer längsten Regenbogenparade aller Zeiten. Mit ironischen Plakaten wie "Kein Sex vor der Homoehe" forderten die Demonstranten die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften in der Alpenrepublik. Die SPÖ-Homogruppe "Sozialdemokratie & Homosexualität" forderte: "Standesamt statt Eurofighter" - und bezieht sich dabei auf den geplanten Kauf von 15 Kampffliegern durch das SPÖ-geführte Verteidigungsministerium. In Österreich regiert derzeit eine Große Koalition. Der kleiner Koalitionspartner, die konservative ÖVP, lehnt die Homo-Ehe ab (queer.de berichtete).
In Deutschland fanden am Wochenende sechs CSDs statt, weltweit waren es mehrere Dutzend. (dk)















Gleichwohl schürt die Bischofskonferenz
nun das Feuer gegen ihr ganz besonderes Sorgenkind, nämlich die Erziehung an den staatlichen Schulen zum Respekt vor der Vielfalt. CSD-Teilnehmerin Carmen Calvo
musste sich unlängst von einem Sprecher der kath.Kirche sagen lassen, dass alles auf eine Erziehung zum "Bösen" hinausläuft, was es dringend zu unterbinden gilt. Wir fragen uns nun, ob die Erde vielleicht auch immer noch eine Scheibe ist ?