https://queer.de/?7160
- 03. Juli 2007 2 Min.
Washington (queer.de) - Amerikaner sehen einer neuen Umfrage zufolge Kinder nicht mehr als das Fundament einer erfolgreichen Ehe an. Der Nachwuchs ist nur noch für 41 Prozent der US-Bürger "sehr wichtig", das sind 24 Prozent weniger als 1990, so das Ergebnis einer Studie des Pew Research Center. Von neun Themen landeten Kinder damit auf Platz acht. Vor allem Schwarze (49 Prozent) und Latinos (69 Prozent) betrachteten den Nachwuchs als "sehr wichtig".
Angeführt wurde die Hitliste der erfolgreichen Ehe von "Treue", einem "glücklichen Sexualleben" und dem "Teilen von Hausarbeit", das mit plus 17 Prozent den größten Sprung nach oben machte.
Homo-Ehe nach wie vor umstritten
Die Zustimmung zur Homo-Ehe ist im Vergleich zu Umfragen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen, liegt aber noch weit über den Werten der 90er Jahre. So befürworten 45 Prozent die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften (dagegen: 46 Prozent). 32 Prozent sprechen sich für die Öffnung der Ehe aus (dagegen: 57 Prozent). Bei einer vor einem Monat veröffentlichten Gallup-Umfrage, bei denen Bürger im gleichen Zeitraum befragt wurden, war die Zustimmung zur Ehe noch beträchtlich höher (queer.de berichtete).
Homo-Eltern nicht schlecht für Gesellschaft
Die Toleranz von Homo-Eltern hat unter Frauen aller Altersgruppen in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. So finden nur noch 42 Prozent, dass schwule und lesbische Eltern "schlecht für die Gesellschaft" sind – 1997 waren es noch 56 Prozent. Die Toleranz nimmt ab, je mehr die Frauen im christlichen Glauben verankert sind.
Pew interviewte im Februar und März insgesamt 2.020 Amerikaner. Der statistische Fehlerspielraum liegt zwischen drei Prozent bei der gesamten Stichprobe und bis zu sieben Prozent bei Untergruppen.
Mehrheit für Adoption
In einer von der Opinion Research Corporation für CNN ausgeführten Umfrage sprach sich eine Mehrheit der Amerikaner für die Adoption durch schwul-lesbische Paare aus. 57 Prozent befürworteten ein volles Adoptionsrecht, 40 Prozent lehnten es ab. Die Zustimmung zur Adoption ist schon seit Jahren bei Amerikanern weit höher ausgeprägt als die Zustimmung zur Homo-Ehe – damit unterscheiden sich die US-Bürger von den Europäern, die weniger Probleme mit der Ehe haben, dafür aber dem Adoptionsrecht kritischer gegenüber stehen.
Homosexualität nicht veränderbar
Eine Mehrheit von 56 Prozent gab laut CNN ferner an, dass sexuelle Ausrichtung ihrer Meinung nach nicht willentlich verändert werden kann. Über die Gründe von Homosexualität herrscht noch Unklarheit: 42 Prozent glauben, dass die Umwelt oder die Erziehung verantwortlich sind, 39 Prozent erklären dagegen, Schwule und Lesben würden so geboren. Zehn Prozent halten beide Faktoren für ausschlaggebend, drei Prozent keinen der beiden.
Der Fehlerspielraum liegt bei den Fragen der Opinion Research Corporation zwischen drei und 4,5 Prozent. (dk)
Links zum Thema:
» Pew-Research-Umfrage (als PDF-Datei)















Ich persönlich habe kein Interesse etwas an meiner Homosexualität zu ändern....wieso also die anderen? Okay, mag ja ganz spanned sein herauszufinden, was die natur sich dabei gedacht hat, aber es ist doch der mensch, der da was verhindern will (nachtigall ick hör dir trapsen). Finger weg von gesunden Menschen und gesunden Genen!