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  • 04. Juli 2007 10 2 Min.

Washington (queer.de) - Homofreundliche Städte sind auch wirtschaftlich erfolgreicher als konservative Orte. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftswissenschaftlers Richard Florida von der George-Mason-Universität in Washington, die derzeit in den Medien für Aufregung sorgt. Der Professor argumentiert in seiner wissenschaftlichen Abhandlung "There Goes the Neighborhood", dass "künstlerische, unkonventionelle und schwul-lesbische Bevölkerungsgruppen" große Auswirkungen auf den Wert von Häusern und die technologische Innovationsfreudigkeit haben. Ein großer Bevölkerungsanteil von Schwulen und Lesben sowie eine tolerante Politik gegenüber Minderheiten führe nachweislich auch zu höheren Einkommen in einer Region, argumentiert Florida.

Je höher der "Bohemian-Gay Index" sei, desto eher ziehen gut ausgebildete junge Akademiker in bestimmte Städte, erklärte er letzte Woche in einem Interview in der CNN-Sendung "In the Money". "Orte, die offen gegenüber Schwulen und Lesben sind, sind nicht nur attraktiv für kluge junge Menschen, sondern auch für indische und chinesische Einwanderer, die viele High-Tech-Firmen gründen", erklärte der Professor. Außerdem zögen sie Künstler und Querdenker an, die ebenfalls die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigten. Als Beispiel nannte er Boom-Städte wie Seattle oder San Francisco.

Florida hat seine These ansatzweise bereits im 2002 veröffentlichten Buch "The Rise of the Creative Class" (Amazon-Affiliate-Link ) dargestellt. Das Buch ist bislang nicht auf Deutsch erschienen. (dk)

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-w-

#1 BondageTopMAAnonym
#2 FloAnonym
  • 04.07.2007, 13:09h
  • Das sollten sich die Ewiggestrigen mal durch den Kopf gehen lassen! Da bei denen Argumente und Fakten nichts bringen und sie nur die Sprache des Geldes verstehen, sollten sie wenigstens dies bedenken...
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#3 PeterAnonym
  • 04.07.2007, 13:34h
  • Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich freuen oder heulen soll. Irgendwie beides.
    Einerseits erfreut es das schwule, bisher von der gesellschaft immer noch abgelehnte Herz, da wir dadurch eine gesellschaftliche Daseinsberechtigung bekommen, aber ich weigere mich auf der anderen Seite, dies als Argument zu benutzen, daß wir dadurch von der gesellschaft akzeptiert werden. Oder anders gesagt: sind die Heten nun allgemein Wirtschaftsbremsen? Was ist wenn die Heten sich nun langsam ändern uns ihre kreative Ader entdecken, dann ist unsere Vormachtstellung in Gefahr......und dann dürfen wir wieder in die schwulen getthos?.....
    Aber ich will es nicht so schwarz malen, denn dieses Buch bestätigt im Prinzip, daß wir nicht krank sind, sondern einen wichtigen Beitrag leisten.......aber wir sollten uns davor hüten, daß als Argument für die schwule befreiung zu benutzen (schwul=kreativ=wirtschaftsboom).....denn sonst grenzen wir uns gegenseitig noch aus: "meine Liebe, wie unkreativ du doch bist, also wirklich eine Schande für die Gesellschaft, brauner gekachelter Sofatisch....also wirklich...wie bei einer Hete."........;-)
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